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Ferienreisen
Hotelplan Suisse wieder im Steigflug

Hotelplan-Reisebüro-Migros
 Quelle: Keystone

Mehr Passagiere, mehr Umsatz: Die Migros-Tochter Hotelplan Suisse schliesst das Geschäftsjahr mit einem guten Resultat. Spanien bleibt die beliebteste Destination für Ferienreisen.

Veröffentlicht am 21.11.2017

Nach dem Sinkflug im Vorjahr geht es beim Reiseveranstalter Hotelplan Suisse wieder aufwärts. «Wir haben das Geschäftsjahr 2016/17 erfolgreich abgeschlossen mit einem Zuwachs bei Passagieren und Umsatz», erklärte Hotelplan Suisse Chef Kurt Eberhard am Dienstag vor den Medien in Zürich. «Auch das Resultat stimmt für uns. Wir haben einen rechten Schritt vorwärts gemacht», sagte der Verantwortliche der Migros-Tochter. Absolute Zahlen nannte Eberhard aber keine. Diese werden im Frühling zusammen mit den Zahlen des Migros-Konzerns veröffentlicht.

Den Knick des Vorjahres habe man allerdings noch nicht ganz ausgebügelt. «Aber wir sind auf gutem Weg dahin», sagte Eberhard. Teilweise habe Hotelplan Suisse Rückgänge in Kauf genommen. Es sei besser, weniger Kapazitäten einzukaufen, als zu viele Kapazitäten dann unter den Selbstkosten losschlagen zu müssen.

Spanien als Spitzendestination

Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2015/16 hatten bei der Migros-Reisetochter neben den Terroranschlägen auch der gescheiterte Putschversuch in der Türkei aufs Geschäft geschlagen. Der verrechnete Umsatz war um 10,5 Prozent auf 575 Millionen Franken getaucht. Auch die Zahl der Passagiere war um 10,2 Prozent auf 520'000 zurückgegangen.

Wie damals sei Spanien auch im Geschäftsjahr 2016/17 die mit Abstand grösste Destination geblieben. «Wir hatten ähnlich viele Passagiere wie letztes Jahr, das bereits sehr stark gewesen war», sagte Eberhard. Spanien sei absolut im Trend. «Da konnten wir nicht mehr viel zulegen.»

Mehr USA-Reisende

Trotz der vielen Berichte über Übertourismus und das von Reisenden überflutete Mallorca habe es in Spanien genügend Hotelbetten, sagte Badeferien- und Städtereisenchef Tim Bachmann. Denn es kamen weniger Briten nach Spanien, weil für diese durch die Schwäche des Pfunds nach dem Brexit-Votum die Ferien teurer wurden. Dieser Rückgang bei den Briten habe Hotelbetten frei gemacht für andere Touristen.

Dahinter blieb die Reihenfolge der grössten Länder mit Deutschland, Griechenland und den USA unverändert. Entgegen dem Trend, den man aus den Medien vernehme, habe Hotelplan Suisse trotz der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten noch einmal mehr Passagiere in die USA befördert, sagte Eberhard. Nun sei aber für 2018 eine gewisse Zurückhaltung spürbar. Die Buchungen für Amerika-Reisen seien tiefer als im Vorjahr.

Gute Aussichten

Von den Top-10-Destinationen hat Portugal Grossbritannien überholt und von Platz 7 verdrängt. Einen Sprung nach oben machte auch Tunesien, nachdem es dort schon länger keine Anschläge mehr gegeben hatte. Hier hätten die Buchungen um etwa 60 Prozent zugenommen, sagte Eberhard. Allerdings sei das Niveau noch sehr tief. Ebenfalls im Aufwind befindet sich Ägypten.

Die Aussichten für das neue Geschäftsjahr, das vor drei Wochen begann, sind gut. Sowohl die Buchungen für die aktuelle Wintersaison als auch die kommende Sommersaison seien erfreulich. 26 Prozent des geplanten Umsatzes für das Geschäftsjahr 2017/18 habe man bereits verbucht. «Damit sind wir 8 Prozent über dem Vorjahresstand», hiess es.

Trendestination Neuseeland

Auf der Kurz- und Mittelstrecke seien in der aktuellen Wintersaison die Kanarischen Inseln sehr gefragt. Auf der Langstrecke seien Inseln im Indischen Ozean, das südliche Afrika, Australien und Neuseeland im Trend.

Für nächste Sommersaison zeigen die Buchungen für Tunesien steil nach oben. Auch die Reservationen für Zypern und die griechischen Inseln seien sehr gut angelaufen. Einen weiteren Boom dürfte Spanien erleben. Mit einer Erholung der Türkei nach den massiven Einbussen der letzten zwei Jahr rechnet Hotelplan Suisse indes noch nicht.

(sda/ise)

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