Die Erlöse der HP-Tochter Enterprise Group stiegen im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal um zwei Prozent auf 7,6 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte. Die Sparte bietet Firmen etwa Netzwerke oder die Speicherung von Daten auf externen Servern an. Enterprise ist hinter dem klassischen PC-Geschäft der zweitwichtigste Konzernteil und soll dazu beitragen, dass das Unternehmen profitabler wird und den Umsatzrückgang stoppt.

Im abgelaufenen Quartal sank der Umsatz des Konzerns um 3 Prozent auf gut 29 Milliarden Dollar, weil HP weniger PCs und Drucker verkaufte. Analysten hatten im Schnitt jedoch mit weniger als 28 Milliarden Dollar gerechnet. Aktionäre zeigten sich über die Zahlen erfreut: Die HP-Aktie stieg nachbörslich um mehr als 7 Prozent.

Konkurrenzkampf mit Lenovo und Dell

Die HP-Papiere hatten in diesem Jahr um 77 Prozent zugelegt. Sie gerieten zuletzt jedoch unter Druck, auch weil der Konkurrent Cisco Systems einen enttäuschenden Ausblick gab. Auf seinem Heimatmarkt hat HP wohl bald mit zurückgehenden Ausgaben der Regierung in Washington zu kämpfen. Zudem setzt dem Konzern zu, dass immer mehr Menschen keinen klassischen PC mehr kaufen und stattdessen lieber ihre Smartphones und Tablet-PCs benutzen. HP liefert sich zudem einen harten Konkurrenzkampf mit Lenovo und Dell. Die Sparte Enterprise ist deswegen der Hoffnungsträger von Konzernchefin Meg Whitman.

(reuters/se/moh)