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HP-Gewinn bricht ein

Strategieentscheidungen des Ex-Chefs Leo Apotheker warf man wieder über den Haufen. (Bild: Keystone)

Der Gewinn des US-Computerkonzerns lag im abgelaufenen Quartal deutlich unter dem der Vorjahresperiode. Experten zeigen mit dem Finger auf den Hauptschuldigen.

Veröffentlicht am 22.11.2011

Hewlett-Packard ist nach den Querelen der vergangenen Monate auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Der US-Computerkonzern hat im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Nettogewinn belief sich auf noch 239 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es 2,5 Milliarden Dollar.

Der Umsatz ging um drei Prozent auf 32,12 Milliarden Dollar zurück, wie der Computerkonzern am Abend nach US-Börsenschluss mitteilte. Nach anfänglichen Gewinnen gab die Aktie nachbörslich um 3 Prozent nach. Analysten honorierten indes den Richtungswechsel unter der neuen Chefin Meg Whitman.

Die Zahlen stellten eine Stabilisierung dar, sagte Michael Yoshikami von Ycmnet Advisors. Trip Chowdhry von Global Equities gab sich etwas skeptischer: «Definitiv würde ich sagen, dass sich HP in einer Übergangssituation befindet. Ich denke nicht, dass es eine schnelle Lösung für etwa fünf Jahre des Missmanagements gibt.»

Im abgelaufenen Quartal zu Ende Oktober hatte HP für viele Schlagzeilen gesorgt. Erst feuerte der Konzern im September den deutschen Chef Leo Apotheker, holte Ex-eBay -Chefin Whitman an die Konzernspitze und warf die von Apotheker angekündigten Strategieentscheidungen wieder über den Haufen.

Demnach wird HP jetzt doch weiter im PC-Geschäft tätig sein. Ende Oktober gab der Konzern aus dem kalifornischen Palo Alto Pläne zur Abspaltung der PC-Sparte wieder auf. Vielleicht kommt sogar das bereits verabschiedete Tablet TouchPad in einer neuen Version wieder ins Sortiment. Whitman schloss dies zuletzt nicht aus.

(laf/awp)

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