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HSBC droht mit Massenexodus bei «Brexit»

Stuart Gulliver: Seit Januar 2011 an der Spitze von HSBC. Keystone

David Cameron hat seinen Landsleuten versprochen, dass sie über einen Austritt aus der Union abstimmen dürfen. Sollte ein «Brexit» resultieren, will HSBC 1000 Banker nach Paris schicken.

Veröffentlicht am 15.02.2016

Nach den Worten von Stuart Gulliver, dem Konzernchef von HSBC, würde die Bank im Fall eines britischen Austritts aus der Europäischen Union voraussichtlich etwa 1000 Stellen aus der Investmentbank nach Paris verlegen. Die Ankündigung gibt einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in die Eventualplanungen eines Unternehmens für den sogenannten «Brexit».

Einige der 5000 Stellen aus dem Geschäftsbereich Global Banking and Markets würden nach Paris abwandern, sagte Gulliver in einem Telefoninterview am Montag. Sollte in einem Referendum der Austritt Grossbritanniens beschlossen werden, so sei mit «erheblichen Auswirkungen» auf die Investmentbank zu rechnen, während die Verbraucherbank nicht betroffen wäre, sagte er.

Periode der Ungewissheit

«Es liegt im wirtschaftlichen Interesse Grossbritanniens, innerhalb einer reformierten EU zu bleiben», sagte Gulliver. Auf ein etwaiges Votum für den Austritt würde eine Periode grosser Ungewissheit folgen, bis die Märkte verstünden, zu welchen Bedingungen sich ein ausgehandelter Austritt vollziehe.

Am Sonntag hatte das Führungsgremium der grössten Bank Europas sich einstimmig dagegen entschieden, den Firmensitz nach Asien zu verlegen.

(bloomberg/ise/me)

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