Grossbritanniens Bankenriese HSBC will von den Wirtschaftsreformen in Saudi-Arabien profitieren und baut die Geschäfte in dem arabischen Königreich aus. Geplant sei, zusätzliche Mitarbeiter in das Land zu entsenden, sagte der für die Region zuständige Manager Georges Elhedery der Nachrichtenagentur Reuters.

«Eine derartige Transformation hat es in der Region wahrscheinlich noch nie gegeben, und sie hat auch in der Geschichte nur wenige Vorbilder», sagte er. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat ein Reformprogramm mit dem Namen Vision 2030 auf den Weg gebracht, durch das die Abhängigkeit vom Öl beendet werden soll. Dies bringe für Investmentbanken gute Geschäftschancen, sagte Elhedery.

CS in Saudi-Arabien aktiv

Die Regierung in Riad plant Privatisierungen im grossen Stil, darunter den Börsengang des weltweit grössten Ölkonzerns Aramco. Durch den Verkauf von fünf Prozent der Anteile sollen 100 Milliarden Dollar eingenommen werden. Zudem soll der Aktienmarkt für ausländische Investoren geöffnet werden. Dies könne Kapital im Volumen von bis zu 20 Milliarden Dollar ins Land locken, sagte Elhedery.

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Die Investmentbanken liefern sich in Saudi-Arabien einen harten Wettkampf. So hat Citigroup im April Insidern zufolge eine Lizenz als Investmentbank erhalten, Goldman Sachs habe eine Genehmigung für den Aktienhandel beantragt. Credit Suisse und JP Morgan sind ebenfalls in dem Land aktiv.

(sda/chb)