Beim Kabelhersteller Huber + Suhner ist der Umsatz in den ersten neun Monaten um 1 Prozent auf 594 Millionen Franken geschrumpft. Verantwortlich dafür sind eine Bereinigung bei den Produkten und vor allem der starke Franken, wie das Unternehmen mitteilte.

Organisch betrug das Umsatzwachstum 11 Prozent verglichen mit der Vorjahresperiode. Die Aufträge lagen nach neun Monaten bei 599 Millionen Franken und damit leicht über dem Umsatz. Nach einer Verlangsamung im dritten Quartal wuchsen die neu gebuchten Aufträge seit Jahresbeginn aber nur um 2 Prozent.

In den drei Hauptmärkten zeigte sich gemäss Huber + Suhner eine sehr unterschiedliche Dynamik. Im Kommunikationsmarkt war die Nachfrage im dritten Quartal befriedigend, wofür die Einführung der nächsten Mobilfunk-Generation LTE in Nordamerika sorgte. Insgesamt schrumpfte der Umsatz in Schweizer Franken hier in den ersten neun Monaten aber um 5 Prozent.

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Projektstopp und Stornierungen in China

Im Transportmarkt seien die Bahnen weiterhin gut in Form, berichtet Huber + Suhner. China bilde die Ausnahme, da die Regierung verschiedene Grossprojekte stoppte und damit im dritten Quartal Auftragsstornierungen verursachte. Bei den Autos lägen die fortgeführten Aktivitäten im Plus. Das Transportsegment wuchs in Franken um 2 Prozent.

Im Industriemarkt schwächelte das Solarsegment. Huber + Suhner rechnet hier kurzfristig kaum mit Änderungen. Die übrigen Hightech-Industriesegmente bewegten sich in etwa auf Vorjahresniveau. Der Umsatz dieses Betriebszweigs blieb gleich.

Im vierten Quartal erwartet das Unternehmen ein tieferes Geschäftsvolumen. Der Jahresumsatz in Franken dürfte 5 Prozent tiefer liegen als 2010. Die Gewinnmarge (Stufe Ebit) sieht Huber + Suhner bei 8 Prozent, einschliesslich Einmalerträgen bei 10 Prozent.

Um der Frankenstärke zu trotzen, baut das Unternehmen in Herisau rund 80 Stellen ab und verlagert sie nach Polen und Tunesien. Dabei handelt es sich um einfachere Montagearbeitsplätze.

(vst/laf/sda)