Der Kabelhersteller Huber+Suhner hat im Geschäftsjahr 2016 den Gewinn fast verdoppelt. Der Konzerngewinn zog um 98,7 Prozent auf 49,1 Millionen Franken an. Allerdings ist der Gewinneinbruch von 2015 damit noch nicht vollständig ausgebügelt.

2014 hatte Huber+Suhner unter dem Strich 59,2 Millionen Franken verdient. Danach liess der Frankenschock das Ergebnis schmelzen. Nun sorgte ein deutlich verbessertes Finanzergebnis für wieder mehr Gewinn, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Betriebsgewinn (Ebit) kletterte um rund ein Viertel auf 65,1 Millionen Franken.

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Dank Kommunikationsmarkt

Vom Umsatz blieben damit 8,8 Prozent als Ebit übrig, nach 7,4 Prozent im Vorjahr. Trotz einer Nachfragedelle im dritten Quartal wuchs der Umsatz um 4,4 Prozent auf 737,2 Millionen Franken, wie das Unternehmen bereits Ende Januar bekannt gegeben hatte. Organisch, also ohne Währungs-, Kupferpreis- sowie Portfolioeinfluss, betrug der Zuwachs 3,8 Prozent.

Insbesondere im Kommunikationsmarkt – umsatzmässig dem grössten Markt für das Unternehmen – konnte Huber+Suhner kräftig zulegen. Dessen Umsatz erhöhte sich um 9,4 Prozent. Der Auftragseingang legte gar mehr als ein Fünftel zu. Unter anderem konnte der Kabelhersteller laut Mitteilung bei den grossen Kommunikationsausrüstern Marktanteile gewinnen.

In den industriellen Hightech-Nischen stieg der Umsatz leicht um 1,5 Prozent. Einen Rückgang um 1,8 Prozent gab es dagegen im Transportmarkt. Die stärkere Nachfrage aus dem Automobilmarkt konnte die verhaltene Nachfrage im Bahnmarkt nicht wettmachen.

CEO soll an VR-Spitze wechseln

Das Unternehmen schlägt den Aktionären eine Dividende von 1.25 Franken pro Aktie vor, nach 1 Franken im Vorjahr. Zudem soll wie angekündigt der langjährige Unternehmenschef Urs Kaufmann zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt werden. Sein Nachfolger als CEO ist Urs Ryffel.

Für die weitere Entwicklung zeigt sich das Management zuversichtlich. Wachstumstreiber blieben weiterhin der Hunger nach Bandbreite, die exponentiell wachsende Menge an transportierten und gespeicherten Daten, das Bedürfnis der wachsenden urbanen Bevölkerung nach umweltfreundlicher Mobilität sowie der fortgesetzte Technologiewandel und Innovationsbedarf in den Hightech-Nischen.

Vor diesem Hintergrund hebt die Führung die Ziele für die Profitabilität an. Das mittelfristige Zielband für die Ebit-Marge liegt neu bei 8 bis 10 Prozent. Bisher galt eine Zielbandbreite von 6 bis 9 Prozent. Mit dem neuen Jahr 2017 hat Huber+Suhner zudem die Konzernrechnung von IFRS auf Swiss GAAP FER umgestellt.

(sda/jfr/mbü)