Der Kabelhersteller Huber+Suhner hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr deutlich gesteigert: Dieser wuchs gegenüber dem Vorjahr um 82,2 Prozent auf 59,2 Millionen Franken. Auch das Betriebsergebnis legte um 33,7 Prozent auf 69,0 Millionen Franken zu, wie Huber+Suhner am Dienstag mitteilte.

Der Umsatz hingegen stieg weniger stark um 4 Prozent auf 748,5 Millionen Franken. Zum Wachstum beigetragen hätten der weltweit wachsende Kommunikations- und Transportmarkt, schrieb Huber+Suhner. In die Mobilfunk- und Bahninfrastruktur sowie die Modernisierung von Zügen werde weltweit weiter kräftig investiert. Besonders in China werde viel Geld in den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsstrecken gesteckt.

Geschäft mit Hochfrequenz legt zu

Am meisten gewachsen war im vergangenen Jahr denn auch der Geschäftsbereich Hochfrequenz, der unter anderem Kabel für die Mobilfunk- und Bahnindustrie liefert. Das Betriebsergebnis in diesem Geschäftsbereich stieg um 19,4 Prozent auf 33,0 Millionen Franken; der Umsatz wuchs um 7,8 Prozent auf 235,0 Millionen Franken.

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Einen Beitrag zum höheren Konzerngewinn dürfte auch der Kauf des deutschen Glasfaser-Spezialisten Cube Optics im vergangenen Oktober geleistet haben. Cube Optics habe von Beginn weg einen positiven Gewinnbeitrag geliefert, schrieb Huber+Suhner.

Nach der Präsentation der Jahreszahlen schlägt der Verwaltungsrat eine um 60 Rappen höhere Dividende von 1,40 Franken pro Aktie vor.

Sparmassnahmen wegen Frankenstärke

Der Ausblick auf die kommenden Monate hingegen fällt wegen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) etwas weniger rosig. Bereits im Februar hatte Huber+Suhner angekündigt, die Wochenarbeitszeit für seine Angestellten zu verlängern. Ausserdem verzichtet die Konzernspitze und der Verwaltungsrat auf 10 Prozent und das restliche Kader auf 5 Prozent ihres Lohnes.

In den nächsten Monaten würden weitere Massnahmen geprüft, um die Auswirkung des starken Frankens zu dämpfen, schrieb der Kabelhersteller nun. In den letzten Jahren seien zudem der Anteil der Kosten in Schweizer Franken bereits von 50 auf 35 Prozent reduziert worden. Huber+Suhner erwartet für das laufende Jahr einen Umsatz, der etwa auf Vorjahresniveau liegt.

(sda/moh)