Der Kabelhersteller Huber+Suhner hat die Frankenaufwertung im ersten Halbjahr stark zu spüren bekommen. Gewinn und Auftragseingang waren deutlich rückläufig. Dafür verminderte sich der Umsatz weniger markant.

Von Januar bis Juni setzte Huber+Suhner noch 356,1 Millionen Franken um, das sind 2,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Vor dem Hintergrund der Frankenaufwertung bezeichnete das Unternehmen die Umsatzentwicklung in einer Mitteilung als positiv.

Übernahme zahlt sich aus

Dass der Gruppenumsatz nicht stärker zurück ging, ist unter anderem auf die Übernahme der Firma Cube Optik im letzten Oktober zurückzuführen. Diese liess den Umsatz im grössten Geschäftsbereich Fiberoptik um gut einen Fünftel auf 138,9 Millionen Franken ansteigen.

Geringere Verkaufserlöse resultierten dagegen in den Bereichen Hochfrequenz (-10,8 Prozent) und Niederfrequenz (-16,3 Prozent), wo im vergangenen Jahr keine Übernahmen erfolgt waren.

Schwacher Auftragseingang

Rückläufig war auf Konzernebene auch der Auftragseingang. Dieser verminderte sich um 12,9 Prozent auf 356,3 Millionen Franken. Das operative Ergebnis auf Stufe Ebit brach um fast einen Drittel auf 23,3 Millionen Franken ein. Alles in allem konnte sich das Unternehmen mit einem Konzerngewinn von 6,1 (Vorjahresperiode: 28,3) Millionen Franken nur knapp in den schwarzen Zahlen halten.

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Basierend auf den Durchschnittswährungskursen des ersten Halbjahres rechnet Huber+Suhner im zweiten Semester mit einem ähnlichen Umsatzniveau wie in den ersten sechs Monaten 2015. Eine Belebung erhofft sich das Unternehmen hingegen beim Auftragseingang im Zusammenhang mit Bahn- und Kommunikationsinfrastrukturprojekten in China.

(sda/dbe/ama)