Die in der elektrischen und optischen Verbindungstechnik tätige Huber+Suhner hat im Geschäftsjahr 2013 Wachstum verzeichnet und sowohl Betriebsgewinn als auch Nettoergebnis gesteigert, liegt aber leicht unter den Erwartungen. Zu dem besseren Ergebnis haben alle drei Geschäftsbereiche beigetragen. Für das Gesamtjahr wird eine flache Umsatzentwicklung erwartet, bei einer verbesserten Profitabilität.

Das operative Ergebnis auf Stufe EBIT stieg um 116 Prozent auf 51,6 Millionen Franken. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 7,2 Prozent von 3,4 Prozent im Vorjahr. Der Reingewinn wuchs um 52 Prozent auf 32,5 Millionen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Mit dem Ergebnis hat Huber+Suhner die Erwartungen der Analysten beim EBIT leicht, beim Reingewinn deutlicher unterschritten.

Ungünstige Währungsentwicklung

Ein stärkerer Gewinnanstieg sei durch das erneut negative Finanzergebnis aufgrund der ungünstigen Währungsentwicklung sowie durch den höheren effektiven Steuersatz verhindert worden, heisst es weiter. Dank Fortschritten beim Nettoumlaufvermögen und tieferen Investitionen kletterte der freie Cashflow auf einen Rekordwert von 86 Millionen Franken, und die Nettoliquidität erreichte hohe 170 Millionen.

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Bereits im Januar hatte Huber+Suhner den Umsatz bekanntgegeben. Er stieg um 3,1 Prozent auf 719,7 Millionen Franken, der Auftragseingang ging hingegen um 8,6 Prozent auf 683,4 Millionen zurück. Als Grund dafür werden Grossaufträge aus dem Vorjahr rund um die Einführung des neuen Mobilfunk-Standards LTE/4G in Nordamerika genannt.

Umsatzschub in Amerika

Die geografischen Märkte haben sich im vergangenen Jahr dementsprechend unterschiedlich entwickelt. Während in Nord- und Südamerika (Amerikas) ein Umsatzschub verzeichnet wurde, wachse Europa ohne die Schweiz, Naher Osten und Afrika (EMEA) robust. Der Heimmarkt Schweiz sowie Asien/Pazifik (APAC) hätten sich hingegen rückläufig entwickelt.

Die Divisionen Hochfrequenz und Fiberoptik steuerten mit 27,6 Millionen Franken und 28,0 Millionen den Löwenanteil zum Betriebsgewinn bei. Die Margen erreichten 12,7 Prozent und 12,4 Prozent. Niederfrequenz wies mit 0,5 Millionen ein positives Betriebsergebnis aus, nach einem Verlust von 14,1 Millionen im Vorjahr.

Der Geschäftsbereich Hochfrequenz konnte mit +1,0 Prozent sein Umsatzniveau behaupten, Fiberoptik wuchs mit +8,6 Prozent markant. Ebenfalls gehalten zeigt sich der Umsatz bei Niederfrequenz (+0,6 Prozent). Hier habe das starke Wachstum im Hauptmarkt Transport den erneuten Umsatzrückgang im Solarmarkt ausgeglichen, heisst es weiter.

Der Hauptmarkt Transport habe 2013 einen regelrechten Wachstumsschub (+14 Prozent) erfahren, schreibt Huber+Suhner weiter. Als Grund wird eine weltweit sehr positive Entwicklung im Bahnmarkt genannt, vor allem die Wiederbelebung der Nachfrage in China. Noch stärker sei das Segment Automobil gewachsen. Der Kommunikationsmarkt legte nur leicht zu (+1 Prozent). Während Fiberoptik-Lösungen zulegten, ging das Geschäft im OEM-Geschäft mit Hochfrequenzprodukten zurück. Auch der Umsatz im Markt Industrie (-5 Prozent) ging zurück, insbesondere durch den Einbruch im Solarmarkt. Die Integration von Astrolab habe dies teilweise ausgleichen können.

Dividende höher

Die Dividende soll auf 0,80 Franken anwachsen, nachdem im Vorjahr noch 0,50 Franken ausbezahlt wurden. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 48 Prozent vom Nettoergebnis. Gleichzeitig erhöht das Unternehmen das angestrebte Zielband bei der Quote für die Zukunft auf 40 bis 50 Prozent von zuvor 30 bis 40 Prozent. Der Verwaltungsrat begründe diese Entscheidung auf der starken Bilanz und der «hervorragenden» Liquidität des Unternehmens, so das Communiqué.

Das Unternehmen sei mit einem wesentlich tieferen Auftragsbestand als vor Jahresfrist in das Geschäftsjahr eingestiegen, weshalb ein eher verhaltener Start zu erwartet wird, heisst es zum Geschäftsgang 2014. Insgesamt rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr mit einer eher flachen Umsatzentwicklung. Im Jahresverlauf wird jedoch ein deutlich höherer Auftragseingang und eine weitere Verbesserung der EBIT-Marge erwartet, die weiter innerhalb des Zielbandes von 6 bis 9 Prozent liegen werde. Allgemein wird ein «solides» wirtschaftliche Umfeld erwartet.

(awp/me/sim)