203'103 Beschwerden sind letztes Jahr bei der Eidgenössische Postkommission (Postcom) eingegangen. Das sind zwei Prozent weniger als 2013. Gemäss Postcom zeigen diese Bürgerbriefe und Reklamationen jedoch, dass durchaus noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist.

Am häufigsten hätten sich die Kunden über verlorengegangene Pakete beschwert, teilte Postcom bei der Vorstellung des Jahresberichtes mit. Doch gemessen an der Gesamtzahl von rund 2,2 Milliarden versandten Briefen und Paketen innerhalb der Schweiz betrügen die Beschwerden weniger als ein Prozent der Fälle.

100 Postfilialen geschlossen

Wie schon in den vier Jahren zuvor wurden auch 2014 weitere Poststellen geschlossen oder umgewandelt. So gab es Ende des Jahres noch 1562 Postfilialen in der Schweiz, 100 weniger als im Vorjahr. Seit das neue Postgesetz am 1. Oktober 2012 in Kraft trat, hätten aber lediglich 13 betroffene Gemeinden gegen eine Schliessung protestiert.

Gemäss Postcom wurden die Schliessungen durch die Schaffung von 91 neuen Postagenturen und den Ausbau der Hausservice-Lösungen ausgeglichen. Insgesamt blieb die Zahl der sogenannten Zugangspunkte bei 3500 stabil. Wegen der längeren Öffnungszeiten nehme ausserdem die Akzeptanz der Agenturen in der Bevölkerung zu.

In 97,7 Prozent der Fälle ist A-Post pünktlich

Lob erhält die Post bei der Pünktlichkeit der Zustellung von Briefen und Paketen. Bei A-Post-Briefen habe sich diese von 97,6 Prozent auf 97,7 Prozent verbessert. Bei den B-Post-Briefen hätten 99 Prozent die Empfänger rechtzeitig erreicht.

Bei den Priority-Paketen konnten 97,4 Prozent rechtzeitig zugestellt werden (2013: 97,3), bei den Economy-Paketen waren es 97,5 Prozent nach 97,7 Prozent im Vorjahr. Die Post habe damit die Vorgaben des Bundesrates für eine pünktliche Zustellung von 97 Prozent bei Briefen und 95 Prozent bei Paketen übertroffen, hiess es.

(sda/me/chb)

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