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Hürde
HuntsmanClariant braucht das Ok eines US-Komitees

Die beiden Firmenchefs: Peter Huntsmann und Hariolf Kottmann. Keystone

Der Zusammenschluss der beiden Chemieunternehmen Clariant und Huntsman braucht den Segen einer US-Behörde. Das ist ein Unsicherheitsfaktor für die Hochzeit der Chemieriesen.

Von Seraina Gross
am 31.05.2017

Der Zusammenschluss der beiden Chemieunternehmen Clariant und Huntsman braucht die Zustimmung des Committee on Foreign Investments in the United States, kurz CFIUS. Das ist den Dokumenten zu entnehmen, welche die beiden Unternehmen bei der Ankündigung ihres Vorhabens bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC filten.

Das CFIUS ist ein Sicherheitsgremium der US-Regierung, das Transaktionen mit ausländischer Beteiligung, vor allem chinesischer, auf deren Verträglichkeit mit amerikanischen Sicherheitsinteressen überprüft. Das Komitee setzt sich aus Vertretern mehrerer Departemente zusammen, darunter Verteidigung, Homeland Security, Justiz und Finanzen. Die Tätigkeit des CFIUS ist geheim. Das Gremium legt gegenüber der Öffentlichkeit, abgesehen von einer rudimentären jährlichen Statistik, keinerlei Rechenschaft ab.

Ein Unsicherheitsfaktor

Das CFIUS ist ein Unsicherheitsfaktor, vor allem in Zeiten Trumps. Der Präsident hat die Möglichkeit, sich jederzeit in den Prozess einzuschalten und eine Transaktion zu verhindern. Beobachter gehen davon aus, dass das Gremium unter seiner Präsidentschaft an Bedeutung gewinnen wird und dass wirtschaftliche Kriterien eine stärkere Rolle spielen werden.

Die Basler Clariant und die amerikanische Huntsman haben ihre Fusionsabsichten dieser Tage bekannt gemacht. Das neue Unternehmen soll 13,2 Milliarden Dollar Umsatz machen. Entscheidend wird sein, ob es den Konzernchefs gelingt, die Investoren davon zu überzeugen, dass sich die in Aussicht gestellten Synergien in der Höhe von 400 Millionen Dollar auch wirklich realisieren lassen.

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