Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) hat von Januar bis Juni 2013 einen höheren Bruttogewinn erzielt als im ersten Halbjahr 2012. Der Reingewinn sank aber wegen des Verkaufs der Tochter Hyposwiss und des Steuerabkommens zwischen der Schweiz und Grossbritannien.

Die SGKB sei im ersten Semester 2013 operativ gut unterwegs gewesen, sagte der neue Verwaltungsratspräsident Thomas Gutzwiller am Donnerstag vor den Medien. Roland Ledergerber, Präsident der Geschäftsleitung, sagte, ohne zwei Sondereffekte im Umfang von 11,2 Millionen liege das Semesterergebnis über Vorjahresniveau.

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft sank zwar um 1 Prozent auf 153,1 Millionen Franken. Ausschlaggebend waren laut Roland Ledergerber die Erneuerung von Festhypotheken zu tieferen Zinsen. Im Gegenzug stieg von Januar bis Juni der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 2,7 Prozent auf 71,9 Millionen Franken.

Ebenso im Plus befindet sich im ersten Semester 2013 der Erfolg aus dem Handelsgeschäft. Der gesamte Betriebsertrag stieg demzufolge um 1,1 Prozent oder 2,8 Millionen Franken auf 248,3 Millionen Franken.

Bruttogewinn gestiegen

Die SGKB weist im ersten Halbjahr 2013 einen Bruttogewinn von 110,3 Millionen Franken aus; das sind 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Reingewinn sank dagegen um 11,2 Prozent auf 64,9 Millionen Franken.

Das hat zwei Gründe: Für den Verkauf der Hyposwiss in Genf und die vollständige Integration der Hyposwiss Zürich ins Mutterhaus rechnet SKGB mit Kosten von 7 Millionen Franken. Zudem stellte die Bank 4,2 Millionen Franken zurück wegen des Steuerabkommens zwischen der Schweiz und Grossbritannien, wie Roland Ledergerber ausführte.

Ohne diese beiden Sondereffekte hätte ein Reingewinn von 76,1 Millionen Franken resultiert, was einem Plus von 4,1 Prozent entspräche. Gutzwiller wie Ledergerber sind damit «sehr zufrieden».

Wachstum der Hypotheken

Bei den Kundenausleihungen verzeichnete die SGKB im ersten Halbjahr 2013 ein Wachstum von 2,6 Prozent auf knapp 23 Milliarden Franken. Die Hypothekarforderungen stiegen dabei um 1,8 Prozent. Laut Ledergerber verhalte sich die SKGB bei der Vergabe von Hypotheken traditionell-konservativ - und das unverändert seit vielen Jahren.

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Eine Überhitzung des Immobilenmarktes in den Ostschweizer Kantonen sieht Verwaltungsratspräsident Thomas Gutzwiller gegenwärtig nicht.

Die verwalteten Vermögen entwickeltensich im ersten Semester des laufenden Jahrs bei der St. Galler Kantonalbank rückläufig. Sie beliefen sich per Juni auf 38,1 Milliarden Franken (-0,1 Prozent).

(jev/tno/sda)