Die Hypothekarbank Lenzburg hat im Geschäftsjahr 2011 trotz einem anhaltenden Wachstum der Bilanzsumme einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Erneut verbuchte die Regionalbank einen starken Anstieg der Kundengelder, die sie jedoch nicht vollumfänglich im umkämpften Markt für Kundenfinanzierungen investieren konnte.

Der Jahresgewinn fiel mit 22,4 Millionen Franken um 2,8 Prozent tiefer aus als im Vorjahr, wie die Hypo Lenzburg mitteilte. Der Bruttogewinn sank um 0,4 Prozent und betrug noch 37,1 Millionen Franken. Zum Rückgang des Jahresgewinns trugen auch niedrigere ausserordentliche Erträge als noch im Vorjahr bei. Den Reserven für allgemeine Bankrisiken wurden unverändert 5 Millionen Franken zugewiesen.

Insgesamt stieg der Ertrag um 1,2 Prozent auf 70,5 Millionen Franken. Im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, steigerte die Bank den Erfolg um 2,1 Prozent auf 57,4 Millionen Millionen Franken. Das tiefe Zinsniveau habe die Marge im Ausleihungsgeschäft unter Druck gesetzt, kommentiert die Hypothekarbank. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg der Erfolg ebenfalls, während der Handelserfolg niedriger ausfiel. Die Wertberichtigungen und Rückstellungen beliefen sich wie im Vorjahr auf Null.

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Dividende von 110 Franken unverändert

Aufwand und Steuern nahmen um 2 Prozent auf 39,7 Millionen Franken zu. Haupttreiber beim Aufwand seien die Personalkosten gewesen, während die Sachkosten leicht gesenkt werden konnten, kommentiert die Bank. Die Cost/Income-Ratio verschlechterte sich leicht auf 47,4 Prozent nach 46,6 Prozent im Vorjahr.

Die Bilanzsumme legte um 4,2 Prozent zu und belief sich per Ende Jahr auf 4,175 Milliarden Franken nach 4,007 Milliarden per Ende 2010. Haupttreiber des Wachstums war die deutliche Zunahme der Kundengelder in Spar- und Anlageform von 7,7 Prozent. Die Ausleihungen an Kunden stiegen dagegen um 3,6 Prozent auf 3,392 Milliarden Franken. Das Wachstum der Hypothekarforderungen betrug 2,7 Prozent.

Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung die Zahlung einer unveränderten Dividende von 110 Franken je Aktie vorschlagen.

(tno/awp)