Die US-Baufinanzierungsbehörde FHFA fordert im Zusammenhang mit der Rettung der Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac mindestens 900 Millionen Dollar von der UBS. Sie reichte am Mittwoch eine entsprechende Klage bei einem Bundesgericht in New York ein.

Die Regulierungsbehörde wirft der UBS (Aktienkurs UBS) vor, Fannie Mae und Freddie Mac Subprime-Hypotheken in der Höhe von 4,5 Milliarden Dollar verkauft zu haben, wie es in der Klage heisst. Mehr als 20 Prozent dieses Kapitaleinsatzes hätten sich in Luft aufgelöst und die Klage habe zum Ziel, diesen Verlust wieder auszugleichen.

Laut der FHFA wurden diese Titel auf der Basis von Dokumenten verkauft, welche falsche Angaben enthielten oder nicht vollständig waren. Die Titel waren Fannie Mae und Freddie Mac demnach zwischen 2005 und 2007 während der Immobilienblase in den USA verkauft worden.

259 Milliarden Kosten für die Steuerzahler

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Die beiden grössten Baufinanzierer der USA waren ursprünglich private, aber vom Staat unterstützte Unternehmen. Sie hatten Hypotheken von Banken und anderen Kreditinstituten gekauft, sie gegen Kreditausfall versichert und die Pakete an Investoren in der ganzen Welt verkauft.

Als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise immer mehr Schuldner ihre Kredite nicht mehr abbezahlen konnten, mussten Fannie Mae und Freddie Mac für die Verluste aufkommen und gerieten ins Straucheln.

Im September 2008 wurden die Geldhäuser wegen drohenden Konkurses schliesslich verstaatlicht und von der US-Regierung mit Milliardenbeträgen gerettet. Washington schätzt, dass die Sanierung der beiden Hypothekenbanken die Steuerzahler 259 Milliarden Dollar kostet.

(tno/laf/awp/sda)