Die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA bleibt dabei: Die Gefahren von Fukushima seien deutlich geringer als jene nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl im Jahr 1986. Diese Einschätzung hält die IAEA auch aufrecht, nachdem die japanischen Behörden die Gefahrenstufe von 5 auf die höchste Stufe 7 angehoben haben. Die zuerst angegebene Einstufung sei eine provisorische Angabe der japanischen Behörden gewesen, sagte IAEA-Experte Denis Flory bei einer Pressekonferenz in Wien.

Die Heraufstufung auf der INES-Skala sei nun auf Grundlage neuer Daten über die Umweltauswirkungen geschehen. "Bisher wusste man, dass es Auswirkungen auf die Umwelt gibt, aber man wusste nicht, in welchem Ausmass", sagte Flory. Die Höherstufung habe aber keine Auswirkungen auf den Umgang mit dem Unfall. Die bisher getroffenen Reparaturmassnahmen würden weiter geführt. Die INES-Skala sei lediglich ein Instrument, um die Tragweite eines Unfalles zu kommunizieren. Die Einstufung geschehe unabhängig von nötigen Aktionen wie Evakuierungen oder gesundheitlichen Massnahmen. Mit bestimmten Stufen seien keine bestimmten Schritte verbunden.

Die japanische Regierung hatte den Atomunfall in der Reaktoranlage von Fukushima auf der INES-Gefahrenstufe von bisher 5 auf Stufe 7 ("Schwerste Freisetzung") angehoben. Dies bedeutet, dass es Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in einem weiten Umfeld gibt.

(cms/awp)