Der weltweit grösste IT-Dienstleister IBM baut mit einem milliardenschweren Zukauf sein Geschäft mit Gesundheitsdaten aus. IBM übernimmt dazu für 2,6 Milliarden Dollar Truven Health Analytics, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Es ist der vierte Zukauf des Technologiekonzerns in der Branche seit Gründung der Gesundheitssparte im April 2015. Truven bietet Internetbasierte Gesundheitsdienstleistungen an. Zu den Kunden gehören Behörden, Spitäler und Pharmafirmen.

IBM setzt auf die Cloud

Zuletzt hat IBM im Oktober für eine Milliarde Dollar die Medizintechnikfirma Merge Healthcare übernommen. Der Computer-Pionier hat zuletzt 15 Quartale in Folge weniger Umsatz erwirtschaftet und steckt mitten in einem Konzernumbau, mit dem er im rasanten Wandel der Branche Schritt halten will.

Konzernchefin Ginni Rometty stösst seit längerem weniger lukrative Hardware-Sparten ab und baut gewinnträchtigere Bereiche wie Sicherheitssoftware und Cloud-Geschäfte für Angebote zur Auslagerung von Computerdiensten ins Internet aus. Damit soll IBM auch von der wachsenden Nachfrage nach einer mobilen und flexibleren Nutzung von Daten und Diensten profitieren.

(sda/mbü)