Die Aktionäre des Ölbohrkonzerns Transocean haben an der Generalversammlung den Dividendenvorschlag des Managements gutgeheissen. Mit der Wahl von Samuel Merksamer in den Verwaltungsrat wurde dem Investor Carl Icahn indes mehr Einfluss auf die Führung des Unternehmens eingeräumt. Der bisherige Verwaltungsratspräsident Michael Talbert wurde nicht wiedergewählt.

Das Aktionariat stimmte mit einer Mehrheit von rund 80 Prozent für den Dividendenvorschlag des Managements von 2,24 Dollar. Der Alternativvorschlag von 4,00 Dollar pro Aktie der Icahn-Gruppe erhielt 35 Prozent Ja-Stimmen.

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Bei der Wahl des Verwaltungsrates erzielte die Icahn-Gruppe mit der Wahl von Samuel Merksamer einen Teilerfolg. Er erhielt mit rund 69 Prozent die vierthöchste Zustimmung. Von Seiten der Management-Kandidaten wurden Frederico Curado (98 Prozent), CEO Steven Newman (96 Prozent), Thomas Cason (74 Prozent) und Robert Sprague in das Aufsichtsgremium gewählt.

Sieg für Aktionärsberatungsfirma ISS

VR-Präsident Michael Talbert bekam bei der Wahl zur Besetzung des fünfköpfigen Verwaltungsrates nur rund 49 Prozent der Stimmen. Auch die Icahn-Kandidaten John Lipinski (46 Prozent) und José Maria Alapont (59 Prozent) scheiterten bei der Abstimmung.

Die Aktionärsberatungsfirma ISS hatte sich in seiner Empfehlung gegen die Wiederwahl von Talbert ausgesprochen. Die Kandidaturen von Sprague, Alapont und Merksamer wurden jedoch unterstützt.

Da eine notwendige Zweidrittelmehrheit nicht an der GV vertreten war, wurde über den Vorschlag der Icahn Group, die Amtsdauer der Verwaltungsräte generell auf ein Jahr zu verkürzen, nicht abgestimmt.

Im Vorfeld der Generalversammlung hatten sich das Management von Transocean und Investor Icahn mit ihren jeweiligen Argumenten eine scharf geführte PR-Schlacht um die Gunst der Aktionäre geliefert.

Die übrigen Anträge des Managements, etwa zur Genehmigung des Geschäftsberichts, wurden vom Aktionariat derweil gutgeheissen.

(chb/sda)