«Ich weiss, dass weder ich noch meine Firmen Gesetze verletzt haben.» Klare Worte des russischen Milliardärs, der von den Schweizer Behörden verdächtigt wird, seine Beteiligung am Industriekonzern Sulzer illegal aufgebaut zu haben. Gleichzeitig räumt er im «Handelszeitung»-Interview Fehler ein: «Möglicherweise wurden wir kritisiert, weil wir zu wenig offen über unsere Pläne gesprochen haben.» Heute wisse er, wie er sich verhalten müsse.

Vekselberg will an seinen namhaften Beteiligungen an den Industriefirmen OC Oerlikon und Sulzer festhalten und kündigt erstmals konkrete Ziele an: Für das Textilmaschinengeschäft von Oerlikon werden Abnehmer gesucht. Vekselberg bestätigt, persönlich mit Vertretern des Textilmaschinenbauers Rieter über einen Verkauf gesprochen zu haben.Auch Sulzer ist von den Veränderungen bei Oerlikon betroffen: Der Verkauf des Beschichtungsgeschäfts an Sulzer werde vom Oerlikon-Verwaltungsrat geprüft.

Vorantreiben will Vekselberg dagegen das Oerlikon-Solargeschäft. «Russland ist ein geeigneter Produktionsstandort für Solarpanels. Wir haben sehr ambitionierte Pläne für neue Industriecluster.»

Auch die Schweiz könne von der Aufbruchsstimmung in Russland profitieren, wirbt er und sagt: «Ein Freihandelsabkommen wäre sehr nützlich.» Die Schweiz solle nun den Prozess beschleunigen.

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Privat stehen ebenfalls Veränderungen an: Der Milliardär, der heute in der Stadt Zürich wohnt, will den Kanton wechseln - weil Zürich die Pauschalbesteuerung abgeschafft hat.