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Ikea rückt in die Stadt vor

Einkaufen bei Ikea ist demnächst auch in der Innenstadt möglich. (Bild: Keystone)

In Hamburg-Altona realisiert Ikea erstmals ein Möbelhaus in einer Innenstadt. Für die Schweiz gilt beim schwedischen Konzern Zürich als geeignetster Standort - betreffend Potenzial zeigt man sich aber

Von Volker Strohm
am 07.12.2012

Im Oktober 1958 eröffnete Ikea im schwedischen Älmhut das erste Möbelhaus - seither konzentriert sich der Möbelriese ausschliesslich auf Standorte an Autobahnausfahrten. Nun sind in Hamburg-Altona Bagger aufgefahren: Bis Sommer 2014 wird dort das erste Geschäft inmitten einer Fussgängerzone realisiert.

«Das neue Haus entsteht zwischen Bäckern, Gemüsehändlern und Ein-Euro-Laden», beschreibt die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) die Situation. «Das ist komplett neu für uns», wird Ikea-Manager Armin Michaely zitiert. Die Fläche wird mit rund 10'000 Quadratmetern nur ein Bruchstück der bisherigen Ladengrössen ausmachen - so entstehe in Lübeck derzeit eine Filiale auf einem Grundstück von 400'000 Quadratmetern.

In jeder Etage soll in der ersten City-Filiale ein bunter Mix zum Verkauf angeboten werden - auch zu Testzwecken: Ikea will mit dem Neubau ausloten, ob das Konzept mit den sogenannten «City Stores» funktioniert.

Bei Ikea Schweiz zeigt man sich skeptisch: «Die geeignetste Stadt wäre Zürich», sagt Sprecherin Virginia Bertschinger gegenüber «Handelszeitung Online», Pläne bestünden aber keine. Zudem gibt Bertschinger zu bedenken, dass ein Möbelhaus in der Stadt Zürich die bestehenden Einrichtungshäuser in Dietlikon und Spreitenbach kannibalisieren würde.

Unter dem Strich würde laut Bertschinger deshalb kein Wachstum resultieren - genau dieses hat sich der Konzern aber auf die Fahne geschrieben: Bis 2020 will Ikea den weltweiten aktuellen Jahresumsatz von 25 Milliarden Euro verdoppeln.

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