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Ikea spart Kosten ein

Erfreuliche Fortschritte

Veröffentlicht am 24.10.2007

Seit kurzem ist Ikea Mitglied der GS1-Gemeinschaft. Durch den Einsatz des GS1 System und der Prozessoptimierung konnte die Abladezeit der LKW um 44% reduziert werden und der Umschlag im Lager erhöhte sich um 55%. Die Bestandesführung hat sich verbessert, die Informationen sind genauer und die lückenlose Rückverfolgbarkeit der Sendung über Ikea hinaus konnte realisiert werden. Demnächst werden rund 900 Lieferanten an das GS1 System gebunden – zum Vorteil aller. Ikea gibt die Kosteneinsparungen in Form von Preissenkungen an die Kundschaft weiter.

Die Umsetzung des klassischen Identifikationsstandards (EAN-13) für die Erfassung der Konsumgüter am POS kann in der Schweiz als flächendeckend bezeichnet werden. Auch in der Pharmaindustrie, im Do-it-yourself-Bereich und der Unterhaltungselektronik werden die GS1-Standards erfolgreich eingesetzt. Der Auszeichnungsgrad von Transporteinheiten, um unter anderem «Tracking- & Tracing-Systeme» auf Basis der GS1-Standards umzusetzen, sieht nicht schlecht aus. Auch bei der Verbreitung des Kommunikationsstandards
EANCOM (EDI) konnten erfreuliche Fortschritte erzielt werden.

Die Investitionskosten sind gemäss GS1-Präsident Wolfgang Winter mit ein Thema für Unternehmen, wenn es um eine Teilnahme geht, aber nicht ausschlaggebend. Entscheidend sei vielmehr die Organisation der Ablaufprozesse. Das sei die eigentliche Aufgabe der Unternehmen. Das bedürfe sicher eines gewissen Efforts. Die Werkzeuge bestehen. GS1 EANCOM ist der etablierte EDI-Standard, und als Alternative entwickelt sich GS1 XML. Der internationale Standard für den elektronischen Datenaustausch bildet einen integrierenden Bestandteil des GS1 System. Denn das ist die GS1-Philosophie: Scanning an vielen Stellen der Supply Chain und elektronische Kommunikation (EDI) gehören zusammen und bilden die Basis für die Optimierung der Prozesse.

Mit der Bildungsreform «Swiss Supply Chain» beschäftigt sich GS1 mit einem «ambitiösen Projekt», wie es GS1-Schweiz-Präsident Wolfgang Winter formuliert. Die Problematik liegt in der Anpassung der Lehrgänge von fünf Verbänden. Ziel dieses Projekts besteht darin, den Inhalt zu harmonisieren, die Prüfungen abzustimmen und gleichzeitig für die Kundschaft die Transparenz und die Flexibilität innerhalb des Berufsfeldes zu verbessern. Die Erwartungen an dieses Projekt sind hoch. Winter: «Dieses gemeinsame Unterfangen bringt aber nicht nur für GS1 Schweiz, sondern für alle beteiligten Verbände wesentliche Chancen, die Ausrichtung sowie die Struktur ihres Bildungsangebotes zu optimieren als auch gleichzeitig Transparenz und somit auch die Vergleichbarkeit ihrer Angebote auf schweizerischer wie auch auf europäischer Ebene zu fördern und zu ermöglichen.» Wolfgang Winter ist überzeugt, dass die schon sehr gute Qualität der Logistikausbildung durch das «Swiss Supply Chain» weiter verbessert werde.

Die Beratungsgesellschaft The Information Management Group (IMG) wurde kürzlich im Rahmen des ASCO Consulting Day der Association of Management Consultants mit dem Zertifikat «Excellent Business Transformation» ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird jährlich für hervorragende und nachhaltige Unternehmenstransformationen in der Schweiz verliehen und hebt die erfolgreiche Geschäftsbeziehung zwischen Beratern und Kunden hervor. IMG erhält die Auszeichnung gemeinsam mit ihrem Kunden PostLogistics für die Umsetzung eines Geschäftsmodells, bei dem PostLogistics die Rolle einer Einkaufs- und Logistikplattform übernimmt und nun gegenüber Kunden wie dem Markenartikler Procter & Gamble als Grosskundin auftritt.

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