600 Millionen Gäste im Jahr, eine Milliarde verkaufte Fleischbällchen: Das Einrichtungshaus Ikea ist auch punkto Food ein globaler Riese. Mit Essen und Trinken werden weltweit jährlich 1,46 Milliarden Euro umgesetzt. Die «Handelszeitung» spricht in ihrer aktuellen Ausgabe mit Michael La Cour, der als Managing Director Food Services die Ikea-Restaurants, -Bistros und Schwedenshops führt.

Der dänische Manager spricht über Preis-Logik, Trends und Kundennutzen. Und natürlich über «Kötbullar», wie die Fleischbällchen auf Schwedisch heissen: «Es ist das beliebteste Gericht, in allen Märkten, in allen Ländern, bei allen Altersschichten – unser weltweiter Favorit.» Ikea betreibt insgesamt 315 Möbelmärkte in 27 Ländern weltweit.

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Essen im Ikea-Wohnzimmer

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Michael La Cour äussert sich auch zu neuen Konzepten. 2017 werde erstmals Food im Möbel-Design auftauchen: «Zum Beispiel wird in einer Ikea-Pfeffermühle gleich auch der Pfeffer aus unserer Abteilung drin sein.» Gefragt, ob es aufgrund des Ikea-Do-it-yourself-Prinzips nicht angezeigt sei, die Kunden gleich auch selber kochen zu lassen, gibt sich LaCour aufgeschlossen: «Wir sollten jedes erdenkliche Konzept anschauen und testen. Das ist also nicht ausgeschlossen.»

Essen lockt Kunden an

Eine Absage erteilt La Cour hingegen der Idee, seinen Mega-Seller Fleischbällchen auch in Supermärkten ausserhalb der Ikea zu distribuieren: «Wir haben uns das oft gefragt und es würde uns wohl leichten Umsatz bringen. Aber wir machen das nicht. Wenn die Leute Köttbullar wollen, müssen sie zu uns in die Ikea kommen.» Auch weil man mit dem Food-Angebot ein strategisches Ziel verfolge: «Es hilft Ikea in Zeiten des E-Commerce, Kunden in die Läden zu bringen.»

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