Gleichzeitig sagte der Gerichtspräsident des Saanebezirks die für den 16. September vorgesehene Anhörung ab, wie er am Mittwochabend in einem Communiqué mitteilte.

Ilford Imaging hatte Ende Juli Insolvenz angemeldet nachdem der damalige Besitzer, der britische Investor Paradigm Global Partners, das Unternehmen fallengelassen hatte. Mangels Liquidität konnte die Firma ihren Angestellten die Juni-Löhne zunächst nicht auszahlen.

Daraufhin nahmen zwei Ilford-Manager die Geschicke der insolventen Firma in die Hand. Aufgrund des Zeitdrucks gaben Unternehmenschef Paul Willems und Finanzchef Jean Marc Métrailler die Suche nach potentiellen Investoren rasch auf und kauften das Unternehmen stattdessen selbst.

Die Rückkehr zur Zahlungsfähigkeit verlief jedoch nicht ohne Einschnitte: Der Betrieb mit Sitz in Marly wurde von 230 auf 130 Angestellte verkleinert. Zudem verkauften die neuen Besitzer firmeneigene Grundstücke und warben bei allfällig interessierten Partnern um neue Investitionen.

Einst ein Vorzeigeunternehmen

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Ilford war einst das Flaggschiff der Branche für die Entwicklung und Herstellung von beschichteten Produkten für die Foto- und Druckindustrie. In den vergangenen Jahren war die Firma aber zunehmend unter Druck geraten.

Einerseits wurde die Situation in der Fotoproduktionsbranche durch die Digitalisierung generell schwierig. Andererseits litt Ilford auch unter dem starken Franken, da das Unternehmen beinahe den gesamten Umsatz im Ausland erwirtschaftet.

(sda/tke/aho)