Doch noch ein Happy End für den Westschweizer Fotopapierhersteller Ilford: Das bankrotte Unternehmen ist von zwei Mitgliedern des Managements aufgekauft worden.

Dies hielt die Führung der Gewerkschaft Unia Fribourg gegenüber der Nachrichtenagentur sda fest. Sie bestätigte damit Berichte auf der Homepage der Zeitung «La Liberté».

«Die Angestellten wurden heute darüber informiert», sagte Unia-Regionalsekretär Armand Jaquier. Verantwortliche des Betriebs waren bis Donnerstagnachmittag für einen Kommentar nicht erreichbar.

Erst Ende Juli war kommuniziert worden, dass Ilford Imaging keinen neuen Geldgeber gefunden habe und damit bankrott sei. Die 220 Angestellten waren damals am Firmenstandort in Marly FR über die Situation in Kenntnis gesetzt worden.

Das Zivilgericht entscheidet bis spätestens am 19. August, ob über die einstige Ciba-Tochter offiziell der Konkurs verhängt wird.

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Einst ein Vorzeigeunternehmen

Ilford war einst das Flaggschiff der Branche für die Entwicklung und Herstellung von beschichteten Produkten für die Foto- und Druckindustrie. In den vergangenen Jahren war die Firma aber zunehmend unter Druck geraten.

Einerseits wurde die Situation in der Fotoproduktionsbranche generell schwierig. Andererseits litt Ilford auch unter dem starken Franken, da das Unternehmen beinahe den gesamten Umsatz im Ausland erwirtschaftet.

(tke/aho/sda)