Das kann teuer werden: Ein reicher Privatkunde hat die HypoVereinsbank (HVB) in München verklagt - er fordert von der Tochter der italienischen Unicredit einen Schadenersatz von 124 Millionen Euro.

Der Kläger werfe der HVB «fehlerhafte Beratung und Pflichtverletzungen bei Aktiengeschäften vor, um Steuergutschriften zu erhalten», so ein Bericht der «Financial Times Deutschland» (FTD). Der Kunde habe über London jeweils kurz vor der Dividendenzahlung deutsche Aktien gekauft, «um über komplizierte rechtliche Konstrukte eine Steuerrückerstattung in Deutschland zu kassieren», so der Bericht.

Dabei habe der Kunde gegen Steuergesetze verstossen - er sei aufgefordert worden, das Geld an den Staat zurückzuzahlen.

Ein HVB-Insider bezeichnete die Konstrukte gegenüber der «FTD» als «sehr komplex». Die Aktienhändler habe, so der Bericht, die Bank mittlerweile verlassen. Unklar sei, ob weitere Kunden diese Konstrukte genutzt hätten oder die HVB die Geschäfte gar auf eigene Rechnung betrieben haben.

(vst/laf)