Das Pharmaunternehmen Roche hat enttäuscht auf die erneute Abfuhr des Illumina-Verwaltungsrates reagiert. Der US-amerikanische Gentechnik-Spezialist tue sich damit keinen Gefallen, sagte Roche-Konzernchef Severin Schwan gemäss Mitteilung.

Der Illumina-Verwaltungsrat hatte am Montagabend die verbesserte Übernahmeofferte von Roche abgelehnt. Die gebotenen 51 statt zuvor 44,50 Dollar je Aktie seien zu wenig. Weiter empfahl das Aufsichtsgremium den Illumina-Aktionären, bei der Wahl in den Verwaltungsrat die von ihnen selbst portierten Kandidaten zu unterstützen.

Roche-Chef Schwan kann diesen Empfehlungen nichts abgewinnen: Der Illumina-Verwaltungsrat wie auch die Konzernleitung zeigten mit ihrem Verhalten, dass sie vor allem ihre eigenen Positionen erhalten wollten anstatt im Sinne der Aktionäre zu handeln.

Roche erwarte, dass die Illumina-Aktionäre den Wert des verbesserten Übernahmeangebots erkannten, heisst es weiter. Für eine Rückweisung gebe es keinen Grund. Am 18. April 2012 findet die Generalversammlung von Illumina statt.

(tno/rcv/sda)