Wie kommunizieren Unternehmen möglichst erfolgreich in der Krise? Was lernen wir aus aktuellen Beispielen? Welches sind die Herausforderungen für die Corporate Communications? Diesen Fragen widmete sich die zweitägige «Euroforum»-Fachtagung zum Thema «Krisenkommunikation» in Luzern.Unter der Tagungsleitung von Andrea Hemmi, The PR Company, debattierten führende Experten aus den verschiedensten Branchen über Ziele, Strategien und deren bestmögliche Umsetzung: Werner Nuber, SBB, berichtete über seine Erfahrungen beim «Blackout» und beim SBB-Cargo-Streik in Bellinzona. Danach thematisierte Urs Peter Naef, Migros, das Reputation Management und die «Kommunikation mit verschiedenen Anspruchsgruppen», Frank Bertisch, Kuoni, sprach zum Thema Issue und Risk Management, und Marco Cortesi, Stapo Zürich, gab einen Einblick in die Kommunikation der Polizei und deren Zusammenarbeit mit den Unternehmen im Krisenfall. Abgerundet wurde der Tag von Felix Räber, Novartis, zur «Pandemievorsorge in einem Grossunternehmen» sowie von Stefan Barmettler, «Bilanz», der die Krisenkommunikation der Unternehmen aus Journalistensicht beleuchtete.Am zweiten Tag der Veranstaltung wurde durch Kaspar Schuler, Greenpace, das Campaigning von NGOs und deren «Wirkung auf die Unternehmenskommunikation» analysiert, während Marcus Knill, Kommunikationsberater, einen spannenden Crash-Kurs in Sachen Medienrhetorik durchführte und Prof. Alexander von Ziegler, Schellenberg Wittmer, die Rolle des Anwalts im Krisenmanagement, exemplifiziert am tragischen Flugzeugabsturz in Überlingen, thematisierte. Abgerundet wurde die Fachtagung durch Ausführungen von Wolfram Eberhardt, ABB, zum Thema «CEO-Wechsel und die Folgen für die Unternehmenskommunikation» sowie von Wolfgang H. Inhester, Kommunikationsberater, zum «Mercedes-Elchtest». Auch nach Veranstaltungsende wurde im Hotel Astoria eifrig weiter diskutiert. Fazit: Nach der Krise ist vor der Krise – und es ist besser, schon heute dafür gewappnet zu sein.

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