Die St. Galler Immobilienfirma Fortimo wehrt sich gegen eine Busse der Berner Börse. Die Berner Börse hatte der Gesellschaft eine Busse von 28'000 Franken aufgebrummt, weil Fortimo die Generalversammlung nicht durchgeführt hatte.

Fortimo sei mit diesem Entscheid nicht einverstanden, den die Berner Börse gefällt habe, ohne der Firma eine Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einem Communiqué mit. Fortimo werde den Sanktionsentscheid anfechten.

Ebenfalls angefochten werde die Forderung der Berner Börse, dass die Busse bezahlt sein müsse, bevor die Dekotierung der Fortimo-Aktie erfolgen könne. Fortimo will seine Titel von der Berner Börse nehmen und hat dazu beim Handelsgericht St. Gallen die Kraftloserklärung der restlichen wenigen Aktien beantragt, die sich noch im Publikum befinden. Der Streubesitz beläuft sich noch auf 0,11 Prozent der Aktien.

Die Berner Börse habe das Dekotierungsgesuch gutgeheissen, schreibt Fortimo weiter. Die Dekotierung und der letzte Handelstag solle zehn Tage nach dem Inkrafttreten der Kraftloserklärung des Gerichts erfolgen.

(sda/moh/tke)