Der Baukonzern Implenia hat im vergangenen Jahr einen neues Rekordergebnis erzielt. Der Umsatz sei um gut 6 Prozent gestiegen, teilte der grösste Baukonzern der Schweiz mit. Damit kletterte der Umsatz auf rund 2,7 Milliarden Franken.

Der Betriebsgewinn (Ebit) übertraf ein Jahr früher als geplant erstmals die Marke von 100 Millionen Franken. 2011 hatte Implenia ein Ebit von 93,7 Millionen Franken eingefahren.

«Trotz des frühen Winters waren wir gut unterwegs», sagte Finanzchef Beat Fellmann im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Auch der Reingewinn sei 2012 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Im Vorjahr hatte Implenia unter dem Strich 61,4 Millionen Franken verdient. Die genauen Zahlen will der Baukonzern am 26. Februar veröffentlichen.

Neue Konzernstruktur

Zudem krempelt Implenia seine Konzernstruktur um. Neu werden überregionale und internationale Kunden getrennt von der regionalen und lokalen Kundschaft bedient. Für die überregionalen und internationalen Kunden werden die drei Bereiche Modernisierung & Entwicklung, Gebäude sowie Tunnel- & Ingenieursbau geschaffen. Diese drei Sparten übernähmen komplexe Aufträge im In- und Ausland.

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Implenia, die in der Schweiz bisher vor allem im Neubau tätig sei, wolle unter anderem stärker auf Umbauten und Sanierungen setzen, sagte Fellmann. Hier böten sich im Zusammenhang mit der Energiewende Wachstumschancen.

Norwegen gewinnt an Bedeutung

In der neuen Gebäude-Sparte würden die Bereiche Generalunternehmung (Planung und Engineering) sowie der Bau von komplexen Gebäuden zusammengefasst, die bisher in zwei verschieden Divisionen angesiedelt waren.

Für die regionalen Kunden wie Kantone, Gemeinden oder KMU sind nun die Sparten Bau Deutschweiz und Construction Suisse Romande zuständig. Damit wolle Implenia weisse Flecken hierzulande wie beispielsweise im Hochbau in der Ostschweiz füllen, sagte Fellmann. Auch der Verantwortliche für das Geschäft in Norwegen zieht neu in die Gruppenleitung ein.

(tno/sda/awp)