Der spanische H&M-Konkurrent Inditex hat im ersten Quartal dank einer Vielzahl neuer Filialen einen Umsatzschub erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Läden zum Ende des ersten Quartals weltweit auf 6058 und damit um mehr als 400 Stück, wie Inditex am Mittwoch mitteilte. Im Zeitraum Januar bis März stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.

Operativ belasteten höhere Kosten durch die Shop-Eröffnungen, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank von 764 auf 749 Millionen Euro. Unter dem Strich profitierten die Spanier auch von einer niedrigeren Steuerbelastung. Der Gewinn stieg von 432 auf 438 Millionen Euro. Mit den Zahlen blieb Inditex leicht hinter den Erwartungen der Experten zurück.

Expansion in Schwellenländern

Zudem hat Inditex im Gesamtjahr weiter von der Expansion in Schwellenländern und dem Ausbau seines Onlinegeschäfts profitiert. In den zwölf Monaten des Geschäftsjahres 2012/2013 (Januar 2013) kletterte der Überschuss um 22 Prozent auf 2,36 Milliarden Euro, teilte der Konzern, der Textilketten wie Zara und Massimo Dutti betreibt, in Arteixo mit. Der Umsatz legte um 16 Prozent auf 15,95 Milliarden Euro zu. Damit lag das Unternehmen ganz knapp unter den Erwartungen der Experten.

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Das spanische Unternehmen baut derzeit vor allem das Geschäft in China aus, um das Wachstumstempo trotz der Probleme im heimischen Markt und den anderen europäischen Ländern zu halten. Zudem will die weltgrösste Textilkette künftig mehr über das Internet verkaufen. Die Dividende soll um etwas über ein Fünftel auf 2,20 Euro steigen, hiess es.

(tke/awp)