Rund 80 Schweizer Industriefirmen treffen sich im Oktober mit den Herstellern von Kampfflugzeugen. Dabei geht es um Kompensationsgeschäfte beim geplanten Kauf neuer Kampfflugzeuge. Der Kaufpreis soll zu 100 Prozent durch Offsetaufträge kompensiert werden.

Im Hinblick darauf finden nun erste Kontaktveranstaltungen statt, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) am Montag mitteilte. An den Veranstaltungen in Bern und Lausanne soll die Zusammenarbeit zwischen den Flugzeugherstellern und der Schweizer Industrie in Gang gebracht werden.

Fünf Kandidaten

Frühzeitige Kontakte seien auch deshalb notwendig, weil die Kandidaten mit ihrer ersten Offerte ein Konzept über die Umsetzung der Offsetverpflichtungen einreichen müssten, schreibt das VBS. Die Treffen organisiert haben das Offsetbüro Bern sowie Swissmem/SWISS ASD und GRPM.

Bei den fünf Kandidaten handelt es sich um Airbus (Eurofighter), Boeing (Super Hornet), Dassault (Rafale), Lockheed Martin (F-35A) und Saab (Gripen E). Die Firmen haben bis Ende Januar 2019 Zeit, dem Bundesamt für Rüstung (armasuisse) ihre Offerten zu unterbreiten.

Nur Grundsatzabstimmung

Den Typenentscheid wird der Bundesrat fällen. Das Volk soll über den Grundsatz abstimmen, ob neue Kampfjets und Fliegerabwehrraketen für 8 Milliarden Franken gekauft werden sollen. Das Parlament entscheidet voraussichtlich mit dem Rüstungsprogramm 2022 über die Beschaffung.

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(sda/gku/bsh)