Die Industriegruppe Metall Zug hat im ersten Halbjahr 2014 bei gehaltenem Umsatz das Betriebsergebnis erhöht. Der Bruttoumsatz lag mit 428,9 Millionen Franken um 0,2 Prozent leicht unter Vorjahr, wobei sich der Einfluss von Akquisitionen (+0,7 Prozent) und der Währungseffekt (-0,8 Prozent) in etwa die Waage gehalten haben, teilte Metall Zug am Montag mit. In Lokalwährungen und um Akquisitionseffekte bereinigt wäre der Umsatz somit um 0,1 Prozent tiefer ausgefallen.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT wurde um knapp 17 Prozent auf 26,7 Millionen gesteigert. Dies sei trotz einem anspruchsvollen, von Preisdruck geprägten Marktumfeld gelungen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die EBIT-Marge erhöhte sich auf 6,2 Prozent von 5,3 Prozent im Vorjahr.

Reingewinn deutlich niedriger

Derweil nahm der Reingewinn deutlich auf 31,9 Millionen von 70,8 Millionen Franken ab. Allerdings hatte im Vorjahr der Verkauf eines Teils der Zug-Estates-Aktien sowie die Aufwertung der noch verbleibenden Anteile zum Marktwert das Ergebnis vor Steuern mit 46,1 Millionen begünstigt. In der Berichtsperiode seien die 17'895 verbliebenen Zug-Estates-Titel mit einem Gewinn von 0,6 Millionen veräussert worden. Unter Ausklammerung der Sondereffekte wäre der Gewinn um knapp 15 Prozent in die Höhe geklettert.

Mit dem Ergebnis hat Metall Zug die Schätzung der Bank Vontobel auf Stufe Umsatz verfehlt, allerdings mit den Ergebnissen übertroffen. Analyst Christian Arnold hatte beim Umsatz einen Wert von 437 Millionen Franken, beim EBIT 25,6 Millionen und beim Reingewinn 30,1 Millionen erwartet.

Herausforderndes Marktumfeld

Im Ausblick rechnet das Management mit einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld. Der Druck auf die Preise und die Margen dürfte in allen Geschäftsbereichen anhalten, heisst es. Für das Gesamtjahr wird ein EBIT erwartet, der im Rahmen des Vorjahres liegt. Bislang wurde mit einem leicht höheren Betriebsergebnis gerechnet. Das Finanzergebnis werde dieses Jahr nicht mehr von Sondereffekten im Zusammenhang mit den Zug-Estates-Papieren profitieren und deshalb tiefer ausfallen.

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(awp/me)