Der Elektrokonzern Siemens hat wegen ausbleibenden Rückenwinds vor allem aus China und hausgemachten Problemen wie erwartet seine Umsatz- und Gewinnprognose gekappt. Statt der angepeilten 4,5 bis 5,0 Milliarden Euro Überschuss aus fortgeführtem Geschäft, dürfte sich der Gewinn im laufenden Geschäftsjahr (Ende November) nur noch dem unteren Ende der Spanne annähern, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Für den Umsatz rechnet Siemens nun mit einem moderaten Rückgang, also um drei bis fünf Prozent. Eigentlich hätten sich die Erlöse dem Vorjahr (78,5 Milliarden) annähern sollen. Verspätete Zuglieferungen etwa an die Deutsche Bahn lasteten mit 161 Millionen Euro auf dem zweiten Geschäftsquartal. Für die Probleme beim Anschluss von Windparks auf hoher See verbuchte Siemens 84 Millionen Euro Kosten.

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Die Bestellungen, die zwischen Januar und März überraschend stark um ein Fünftel auf 21,45 Milliarden Euro nach oben schnellten, sollen im Geschäftsjahr weiterhin um drei bis fünf Prozent zulegen. Der Umsatz ging im zweiten Geschäftsquartal um sieben Prozent auf 18,01 Milliarden Euro zurück. Besonders das frühzyklische Industriegeschäft, also etwa Automatisierungs- und Antriebskomponenten, schwächelte.

(tke/vst/awp)