Seit der Tessiner Investor Tito Tettamanti über die Sterling Strategic Value Anfang Juli eine Beteiligung von 5,33% der Aktien an der Inficon Holding offen gelegt hat, kletterten die Titel des Messtechnikunternehmens zeitweise um 7,6% auf ein Jahreshöchst von 231.50 Fr. Zu den Hintergründen des Engagements lässt sich Sterling aber nicht in die Karten schauen. Das Unternehmen gebe keine Kommentare zu strategischen Beteiligungen wie jener von Inficon, liess die Beteiligungsgesellschaft gegenüber der «Handelszeitung» verlauten. Dass der Messtechnik-Spezialist nun zum Übernahmekandidaten wird, wie dies bereits mit anderen Firmen geschehen ist, in die Tettamanti investiert war (SIG, Sulzer, Sarna), muss daher als Spekulationen vom Markt taxiert werden. Als ein möglicher Käufer des Technologieunternehmens wird jedenfalls das ehemalige Inficon-Mutterhaus OC Oerlikon wieder ins Spiel gebracht.


Unter Druck nach Zahlen

Im 1. Semester 2007 erreichte Inficon eine Umsatzsteigerung um 13,3% auf 115,0 Mio Dollar. Das operative Ergebnis stieg gleichzeitig um 28,8% auf 16,1 Mio Dollar, während der Reingewinn gar um 33,3% auf 12,4 Mio Dollar erhöht werden konnte. Insbesondere im Halbleiter- und Vakuumbeschichtungsmarkt hat sich das Unternehmen gut entwickelt. Im Gesamtjahr 2007 will Inficon einen Umsatz von 230 Mio Dollar sowie eine Ebit-Marge zwischen 13 und 14% erreichen. Mit diesem Halbjahresabschluss hat Inficon ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen der Analysten vorgelegt. An der Börse sind die Titel unter Druck geraten. Der Aktienkurs ist um 2,5% auf 221 Fr. zurückgekommen.