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Fintech
Initiativen für Cybersicherheit

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Generalversammlung der Zurich Versicherung: Zusammen mit anderen Banken für Fintech-Cybersicherheit.Quelle: Keystone .

Der Versicherer Zurich spannt mit anderen Akteuren für Cybersicherheit im Fintech-Bereich zusammen. Auch das Parlament will eine Cyber-Truppe schaffen.

Veröffentlicht am 06.03.2018

Der Versicherer Zurich spannt mit anderen Akteuren für die Cybersicherheit im Fintech-Bereich zusammen. Dazu wurde im Rahmen einer WEF-Initiative am Dienstag ein internationales Konsortium in New York gegründet.

Zum Konsortium gehören neben Zurich die Grossbank Citigroup, der Fintechfirma Kabbage, der Informationstechnologiekonzern Hewlett Packard Enterprise (HPE) sowie der Finanzinfrastrukturbetreiber DTCC, wie das WEF am Dienstag mitteilte. Am Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos im Januar hatten sich rund 20 Finanzexperten getroffen und vor den Cybergefahren gewarnt.

Das Ziel sei nun, die Cybersicherheit im Finanzbereich zu überprüfen und zu verstärken, Erfolgsrezepte (Best practice) zu entwickeln und die Zusammenarbeit öffentlicher und privater Akteure zu verbessern.

Die Kosten von Cyberattacken hätten sich in den letzten fünf Jahren auf 8000 Milliarden Dollar summiert, sagte Zurich-Chef Mario Greco. Er erhofft sich von dem Konsortium, dass es dazu beiträgt, die Komplexität der weltweit unterschiedlichen Cyberregulation zu verringern.

Ab in die Cyber-Rekrutenschule?

Der Bund soll eine militärische Cyberdefence-Organisation schaffen. Das verlangt das Parlament vom Bundesrat mit einer Motion. Diese stammt von Ständerat Josef Dittli (FDP/UR). Die geplante Einheit soll aus 100 bis 150 professionellen IT-Spezialisten bestehen. Daneben sollen die Cyber-Truppen nach dem Milizsystem funktionieren und 400 bis 600 Personen umfassen.

Der Nationalrat hatte der Motion in leicht abgeänderter Form zugestimmt. So soll es keine spezielle Cyber-Rekrutenschule geben. Zudem wurde der Begriff «Kommando» durch den Begriff «Organisation» ersetzt, um der Armee hier mehr Handlungsspielraum zu lassen. Der Ständerat stimmte diesen Änderungen am Dienstag einstimmig zu.

Verteidigungsminister Guy Parmelin wies darauf hin, dass entsprechende Arbeiten bereits im Gang seien. Ein erster Cyber-Lehrgang werde diesen Sommer durchgeführt. Laut Parmelin umfasst dieser 800 Ausbildungs-Stunden, und er wird mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis abgeschlossen.

(sda/tdr)

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