Die jüngsten Verwerfungen an den Finanzmärkten haben den Anlegern die Risiken vermeintlich «sicherer» Obligationenanlagen vor Augen geführt. Selbst Staatsanleihen erwiesen sich teilweise als riskante Wahl, wie das Beispiel europäischer Peripherieländer wie Griechenland zeigt. So handeln einige dieser Papiere zum Teil zu einer höheren Kreditrisikoprämie als Unternehmensanleihen. Kurz: Die in der jüngeren Vergangenheit ausgeprägten volatilen Phasen auch an den festverzinslichen Märkten, aktuelle Markterwartungen für mittelfristig höhere Zinsen und schwankende Kreditrisikoprämien stellen die Anleger vor grosse Herausforderungen. Zudem sind die Investoren im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld bestrebt, ihre Renditemöglichkeiten zu verbessern, ohne das Risiko wesentlich zu erhöhen.

Aktive Verwaltung der Anlage

Eine Möglichkeit, den Risiken und Chancen im Fixed Income Management zu begegnen, ist eine aktive Bewirtschaftung des gesamten Portfolios, welche sich an den Phasen des Wirtschaftszyklus orientiert (Aufschwung, Boom, Rezession). Denn Obligationen verhalten sich in den einzelnen Konjunkturphasen unterschiedlich. Bei der aktiven Verwaltung kann das Zusammenspiel der verschiedenen aktiven Komponenten, die konsequente Umsetzung in allen Bereichen und der Einsatz derivativer Instrumente einen spürbaren Mehrwert bieten. Die globale Diversifikation des Bond-Portfolios, unabhängig von der aktuellen Marktsituation,wird zunehmend zur Grundvoraussetzung für erfolgreiches Fixed Income Management. Auf diese Weise können weltweit Anlagechancen wahrgenommen und die individuelle Dynamik einzelner Märkte vorteilhaft genutzt werden. Auch der Einsatz von Satelliten-Anlageklassen beziehungsweise unterschiedlicher Sektoren, zum Beisspiel Unternehmensanleihen, Schwellenländer, Convertibles, High Yield- oder Inflation-Linked Bonds, gewinnt an Bedeutung.

Die Nicht-Kern-Anlageklassen bieten nicht nur exzellente Diversifikationsmöglichkeiten, sondern weisen in der Regel auch höhere Erträge auf. Allerdings können die Wertschwankungen bei Anleihen mit höherem Risiko erheblich sein. Daher werden beim dynamischen Ansatz die einzelnen Sektoren je nach Phase des Wirtschaftskreislaufs unterschiedlich gewichtet bzw. abgesichert.

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Flexibler ohne Benchmark

Bei einer Benchmark-unabhängigen Lösung orientiert sich der Portfoliomanager weitgehend am eigenen Bottom-up-gesteuerten Selektionsprozess der Wertpapiere und kann die Risikoparameter flexibler handhaben. So ist er zum Beispiel nicht verpflichtet, in bestimmte Sektoren oder Einzeltitel zu investieren, wenn dies nicht vorteilhaft ist. Zudem kann er die Risikoparameter so steuern, dass der Investor im Gegensatz zum klassischen Buy-and-Hold-Ansatz auch von Zinserhöhungen und erhöhten Kreditrisikoprämien profitieren kann. Weiter ist es möglich, erwartete negative Marktentwicklungen antizipativ abzusichern.

Einen beachtlichen Mehrwert können liquide Absicherungsstrategien im Bereich von Währungen oder Aktienderivaten bieten. So kann zum Beispiel mit einer Long-Position im Dollar, der in Zeiten höherer Volatilität als sicherer Hafen fungiert, eine systematische Absicherung des Fixed-Income-Portfolios erreicht werden.