Im Gegensatz zum Regierungsrat des Kantons Zürich, der sich bemüht, den im eigenen Kanton gelegenen medizinischen Institutionen die gleichen Wettbewerbsvoraussetzungen zu bieten, entscheidet der Kanton Waadt willkürlich über eine Aufnahme von Privatkliniken in seine kantonale Spitalliste und beruft sich einzig auf die Bedürfnisklausel. Eine Weigerung der Aufnahme in diese Spitalliste bedeutet für die betroffene Institution, dass die Gesamtheit der erbrachten medizinischen Leistungen zulasten des Patienten geht. Das vertragliche Angebot der Krankenkassen bezüglich der «freien Wahl» im Rahmen der individuell versicherten Zusatzleistungen beschränkt sich ausschliesslich auf Spitäler, die auf der Spitalliste figurieren.

Ein negativer Entscheid eines Kantons bedeutet im Allgemeinen das Todesurteil für eine Privatklinik, es sei denn, die betroffene Institution ist in der Lage, eine derart attraktive medizinische Dienstleistungsqualität zu gewährleisten, dass diese es den Klienten wert ist, die Kosten für ihre Behandlung und Unterbringung vollumfänglich selbst zu tragen.

Nischenstrategie als Tugend

Konfrontiert mit dieser unvorteilhaften Ausgangslage, hatte Laclinic Montreux, eine luxuriöse Privatklinik in Montreux, vor acht Jahren beschlossen, sich ausschliesslich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und eine einzigartige Nischenstrategie umzusetzen - und zwar die Fokussierung auf eine exklusive interdisziplinäre medizinische und paramedizinische Behandlung im Bereich Schönheit, Ästhetik und Wohlbefinden mit eigener Hotellerie auf Fünf-Sterne-Niveau.

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Durch die Vereinigung aller Spezialitäten unter einem Dach und dank der Entwicklung neuer, multidisziplinärer Diagnose- und Behandlungskonzepte ist Laclinic Montreux im Laufe der Zeit eine internationale Referenz in diesem Bereich geworden, und ihre Reputation als «the state-of-the-art centre of aesthetic medicine, dentistry and plastic surgery» (britische «Vogue») ist mittlerweile weit über die Grenzen unseres Landes bekannt geworden.

Internationale Klientel im Fokus

Im Gegensatz zu gewissen Schweizer Gesundheitspolitikern, die es für erstrebenswert halten, die Wahlfreiheit der Versicherten auf einen Radius von zehn Autominuten einzuschränken, beschränkt sich die Klientel der Schweizer Privatkliniken nicht auf Gemeinde-, Kantons- oder Landesgrenzen. So wie Patienten aus der Schweiz im Bereich Ästhetik ihr «low cost»-Glück an den Ufern des Mittelmeeres suchen, so existiert eine bedeutende internationale Klientel - nicht notwendigerweise Millionäre -, die aus Gründen einer unterentwickelten oder mangelhaften medizinischen Infrastruktur und Versorgungsqualität in ihrem Heimatland in die Schweiz reist. Hier findet sie vor allem in Privatkliniken ein medizinisches Dienstleistungsniveau vor, das weltweit von kaum einem anderen Land erreicht wird.

Substanzielle Umsätze

Mit diesen Patienten generieren alle Schweizer Privatkliniken - ohne Ausnahme - einen substanziellen Teil ihres Umsatzes. Dies ermöglicht ihnen, in finanzintensive Technologien und in medizinisches Wissen zu investieren. Beide sind unabdingbar für den Erhalt der internationalen Spitzenstellung der Schweiz im Bereich medizinischer Dienstleistungen. Und es sind schliesslich die Bürgerinnen und Bürger der Schweiz, welche dann sogar als Basisversicherte von den innovativen und oftmals kostensenkenden Behandlungskonzepten nachhaltig profitieren, die an Schweizer Privatkliniken entwickelt wurden.