Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat wegen der Pleite der Drogeriemarktkette Schlecker ein Ermittlungsverfahren gegen Anton Schlecker und 13 weitere Beschuldigte eingeleitet.

Es gehe um den Verdacht der Untreue, Insolvenzverschleppung und des Bankrotts, sagte Staatsanwältin Claudia Krauth am Mittwoch in Stuttgart. Den ganzen Tag über durchsuchten Ermittler Wohnungen und Geschäftsräume in ganz Deutschland und stellten Unterlagen sicher.

Unterdessen kündigte Deutschlands zweitgrösste Drogeriemarktkette Rossmann an, 104 der insgesamt 490 Filialen der Schlecker-Tochter IhrPlatz übernehmen zu wollen. Die Jobs aller Beschäftigten in den betreffenden Geschäften sollten erhalten bleiben, hiess es. Was mit den übrigen 386 IhrPlatz-Filialen geschieht, blieb offen. Insgesamt arbeiten bei IhrPlatz derzeit gut 4000 Menschen.

Schlecker hatte Ende Januar Insolvenz angemeldet. Viele Jahre war Schlecker die Nummer eins der deutschen Drogerieketten. Nach einem radikalen und teuren Umbau des Filialnetzes kam 2012 die Insolvenz: 25'000 Mitarbeiter mussten gehen, im Juni schlossen die letzten Filialen.

(laf/aho/sda)

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