Intel will die Übermacht seines Rivalen Qualcomm bei Smartphone-Chips mit einer Milliarden-Investition in China bekämpfen. Das US-Unternehmen zahlt nach Angaben vom Freitag bis zu 1,5 Milliarden Euro für einen 20-Prozent-Anteil an zwei Herstellern mit Verbindungen zur Regierung in Peking. Intel kann bislang kaum Erfolge im Markt für mobile Geräte verbuchen. Das sollen die Anteile an Spreadtrum Communications und RDA Microelectronics nun ändern.

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Intel hat zu Beginn dieses Jahres Schlagzeilen damit gemacht, den Trend zu Smartphones und Tablet-PCs zu spät erkannt zu haben. Sie leiden unter dem bedeutungsverlust klassischer Computer. Manche Experten gehen aber davon aus, dass sich die nach unten zeigende Verkaufskurve abflachen und der Konzern so Zeit gewinnt dürfte, um bessere Prozessoren für mobile Geräte zu entwickeln.

Profitabilität bleibt hoch

Obschon das durch seine Stärken bei Prozessoren für Heim- und Firmenrechner zum weltweit grössten Halbleiterkonzern aufgestiegene Unternehmen den Trend hin zu mobilen Anwendungen etwas verschlafen hat, ist die Profitabilität weiter hoch. Und intern wird eifrig an einer zukunftsträchtigeren Neuausrichtung gearbeitet.

Der Vorstand traut sich zu, in diesem Jahr die Bruttomarge um einen Prozentpunkt auf 61 Prozent verbessern zu können, und die Analysten bei Jefferies rechnen mit steigenden Kapitalrückzahlungen an die Anteilseigner. Schon jetzt wird die Dividendenrendite bei Intel für 2014 auf 3,2 Prozent geschätzt. Charttechnisch besteht derzeit Hochspannung. «Klappt der Ausbruch über die Zone, könnten schnell die Hochs aus 2004 von 34 Dollar drin sein», schrieb die Handelszeitung kürzlich.

(reuters/awp/ise/ama)