Doch was genau sind Absolute-Return-Fonds und wodurch unterscheiden sie sich von traditionellen Investmentvehikeln? Konventionelle Fonds sind in der Regel nicht in der Lage, auch in fallenden Märkten absolut positive Renditen zu erwirtschaften. Genau hier setzen Absolute-Return-Fonds an. Meist werden positive Renditen durch eine Kombination verschiedener Strategien erreicht. Eine besteht darin, in ein weites Spektrum verschiedener Anlageklassen zu investieren, d.h. nicht nur in Aktien, Obligationen und Bargeld, sondern darüber hinaus auch in Immobilien und Hedge- Fonds.

Auch der Einsatz von derivativen Instrumenten ist möglich. Dabei handelt es sich um Spezialprodukte, die es dem Anleger ermöglichen, auf künftige Kursveränderungen eines Vermögenswertes zu setzen. Dadurch ergibt sich für den Investor die Möglichkeit, sowohl von steigenden als auch fallenden Preisen eines Vermögenswertes zu profitieren. Werden diese Strategien richtig eingesetzt, sollte es Absolute-Return-Fonds gelingen, Mehrrenditen gegenüber ihren konventionellen Konkurrenten im Aktien- und Obligationensegment zu erwirtschaften.

Nicht alles «wetterfest»

Ein Problem, mit dem sich Anleger im Absolute-Return-Segment konfrontiert sehen, ist die breite Auslegung des Begriffs. Je nach Anbieter werden unterschiedliche Vermögensklassen und Anlagevehikel in den Fonds eingesetzt, die für den Investor nicht immer transparent sind. Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass nicht alle als «Absolute Return» bezeichneten Produkte «wetterfest» sind.

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Anbieter, die bei der Verwaltung ihrer Fonds neben Staats- und Unternehmensanleihen auch in «toxische» Wertpapiere, etwa verbriefte Hypothekaranleihen investiert haben, mussten im vergangenen Jahr Verluste im zweistelligen Prozentbereich hinnehmen. Vor diesem Hintergrund ist ein sorgfältiges Risikomanagement gerade im Bereich von Absolute-Return-Produkten von wesentlicher Bedeutung. Die Bank Vontobel bietet im Obligationensegment zwei Absolute-Return-Bond-Fonds an, die in Franken und Euro denominiert sind. Neben einer auf den ersten Blick attraktiven Performance spielt die Art und Weise, wie diese zustande kommt, eine entscheidende Rolle. Dazu gehört nicht nur ein aktives Risikomanagement, sondern auch ein klar strukturierter und transparenter Anlageprozess. Gerade im Lichte der jüngsten Erfahrungen möchte der Investor nachvollziehen, was er oder sie kauft. Nach welchen Kriterien wird das Portfolio verwaltet? Bestehen Kreditrisiken? Wenn ja, in welchem Umfang? Wenn es sich um einen Franken-Obligationen-Fonds handelt, enthält er dann nur Franken-Obligationen oder auch Euro-Anleihen?

Die Vontobel Absolute Return Bond Funds unterliegen im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten einem vergleichsweise geringen Kreditrisiko, denn es werden primär Wertpapiere höchster Qualität (AAA-, AA1-Rating) in den Fonds aufgenommen. Zudem wenden sie ein wesentlich aktiveres Laufzeitenmanagement an. Darüber hinaus kann der Fondsmanager auch Engagements in derivativen Finanzinstrumenten wie Futures und Optionen auf Futures eingehen, die in einem sich verändernden Zinsumfeld zusätzliche Gewinne abwerfen können. Neben dem Einsatz derivativer Instrumente kann der Portfoliomanager auch Anlagen in Fremdwährungen tätigen, um von höheren Zinserträgen im Ausland zu profitieren.

Richtiges Augenmass

Werden Absolute-Return-Produkte mit dem richtigen Augenmass und der gehörigen Portion Risikobewusstsein verwaltet, sind sie in der Lage, in jedem Marktumfeld positive Erträge zu erwirtschaften und Anlegern den Erhalt ihres Kapitals zu garantieren. Für Investoren ist es jedoch essenziell, explizit zu hinterfragen, in welche Vermögenswerte der Anlagefonds investiert und das Produkt dementsprechend auszuwählen, denn die Erfahrung der letzten Monate hat gezeigt, dass das Konzept nicht bei jedem Fonds, der sich «Absolute Return» nennt, auch aufgegangen ist.