Die Interroll-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2015 Umsatz, Auftragseingang und Gewinn wie vorab bereits angekündigt deutlich gesteigert. Der Umsatz legte um 9,1 Prozent auf 171,3 Millionen Franken zu und der Auftragseingang gar um über 19 Prozent auf 206,3 Millionen Franken. In lokaler Währungen waren die Wachstumsraten gar noch deutlich höher mit 19 Prozent beziehungsweise 28 Prozent.

Beim Betriebsgewinn (Stufe EBIT) gelang gar mehr oder weniger eine Verdopplung auf 17,5 Millionen und beim Reingewinn ein Plus von gut 80 Prozent auf 12,8 Millionen Franken, wie der Tessiner Logistiktechnik-Anbieter am Freitag mitteilte. Interroll lag mit den EBIT-Zahlen deutlich über den Schätzungen. Die Analysten von ZKB und Helvea Baader hatten lediglich 14,2 Millionen bzw. 13,8 Millionen Franken geschätzt.

Kosten in diesem Jahr geringer

Die drei Regionen EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika), Amerika und Asien-Pazifik hätten sich im ersten Halbjahr 2015 erfreulich entwickelt, heisst es. Der Umsatzanteil in Amerika sei auf 27 Prozent gestiegen; in Asien-Pazifik liege er aktuell bei 13 Prozent. Ausserdem spricht Interroll von einer positiven Entwicklung in allen Produktgruppen.

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Die grosse Gewinnsteigerung wird vor allem mit hohen Kosten im Vorjahr begründet, die im laufenden Jahr weggefallen sind. 2014 seien hohe strategische Einmalaufwendungen und Investitionen in das langfristige Wachstum und die nachhaltige Profitabilität getätigt worden, heisst es, die hauptsächlich im ersten Halbjahr verbucht worden seien.

Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Im Lichte der guten Performance sowie des starken Auftragseingangs im ersten Halbjahr starte man optimistisch ins zweite Semester 2015, heisst es. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Steigerung des Reingewinns im zweiten Halbjahr weniger stark ausfallen werde, da die Einmaleffekte im Vorjahr – wie erwähnt – vor allem in der ersten Jahreshälfte angefallen seien.

(awp/me/ama)