Die Interroll-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 einen geringeren Gewinn ausgewiesen. Der Ebitda des in der Fördertechnik, Logistik und Automation tätigen Unternehmen sank um 2,8 Prozent auf 44,1 Millionen Franken. Der Ebit verringerte sich um 6,6 Prozent auf 25,4 Millionen. Unter dem Strich ergab sich ein um 6,8 Prozent niedrigerer Reingewinn von 19,1 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Der Ergebnisrückgang fällt damit leicht geringer aus als im Januar prognostiziert. Dazumal hatte die Gruppe auf Stufe Ebitda einen Rückgang um rund 3,5 Prozent und beim Ergebnis ein Minus von rund 7 Prozent in Aussicht gestellt. Auch die Umsatzzahlen hatte Interroll bereits veröffentlicht. Der Erlös stieg nach den nun definitiven Zahlen um 6,0 Prozent auf 335,3 Millionen Franken, wovon 2,4 Prozentpunkte auf Übernahmen entfielen. In Lokalwährungen (LW) betrug das Plus 8,0 Prozent. Der Auftragseingang erhöhte sich um rund 10 Prozent auf 350,7 Millionen Franken (LW +12 Prozent).

Investitionen in Wachstum

Im Jahr 2014 habe Interroll strategische Investitionen in das langfristige Wachstum und die nachhaltige Profitabilität vorgenommen, heisst es in dem Communiqué. Projekte wie die Entwicklung der modularen Fördererplattform und die Stärkung des Vertriebs in China und den USA seien abgeschlossen worden. Diese Entwicklungskosten mit Investitionen von insgesamt 17 Millionen Franken hätten das Ergebnis im Geschäftsjahr 2014 einmalig belastet.

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Statt einer Dividende schlägt der Verwaltungsrat den Aktionären eine Nennwertreduktion der Namenaktien von 9 Franken auf einen neuen Nennwert von 1,00 Franken vor. Dies soll per Kapitalrückzahlung mittels Kapitalherabsetzung erfolgen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen eine Dividende von 8,80 Franken pro Aktie gezahlt.

Gute Entwicklungsmöglichkeiten im laufenden Jahr

Für das laufende Geschäftsjahr sieht das Management weiterhin gute Entwicklungsmöglichkeiten in dynamischen Märkten. Der SNB-Entscheid werde das Wachstum von Interroll ausgedrückt in der Berichtswährung Schweizer Franken allerdings erheblich schmälern, heisst es weiter. Der Gewinn werde vor allem durch Translationseffekte betroffen sein. In Summe überwiegen aber die Chancen, schreibt das Unternehmen.

(awp/ise/moh)