Ob der FC Barcelona oder Juventus Turin den Final Champions League am übernächsten Samstag gewinnt, ist offen. Kommerziell kennt das Fussballspiel des Jahres aber bereits einen sicheren Sieger. Es ist der Berner Sportartikelhändler Intersport International.

Als offizielles Sportgeschäft der Uefa ist Intersport im Berliner Olympiastadion und in der Fanzone am Brandenburger Tor mit insgesamt 14 Läden präsent, wie Firmenchef Franz Julen der «Handelszeitung» sagt. In den wenigen Stunden vor und nach dem Endspiel werden 130 Verkäufer rund 100'000 Fan-Artikel verkaufen. Gemäss Schätzungen von Kennern des Sportartikelmarktes wird Intersport am Finale einen Umsatz von rund 2,1 Millionen Franken erwirtschaften.

«Am Event muss alles schnell gehen»

Die Summe entspricht dem Jahresumsatz eines kleineren bis mittleren Sportgeschäfts. «An dem Event muss alles sehr schnell gehen», sagt Julen. «Das Gros der Umsätze machen wir in den rund fünf Stunden unmittelbar vor und nach dem Match.»

Die Paarung Barça gegen Juve ist für Julen ein Traumfinal. «Bei den Fans beider Mannschaften gibt es einen grossen Nachholbedarf. Juve war seit zwölf Jahren nicht mehr im Finale, Barça hat es die letzten vier Jahre nicht geschafft. Unsere Erfahrung lehrt uns, dass dies die Verkäufe beflügelt.»

Grösster Fussball-Retailer 

Intersport machte 2014 mit Fussball-Artikeln einen Umsatz von über einer Milliarde Franken und ist damit der mit Abstand grösste Fussball-Retailer weltweit.

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