Der Sportartikelhersteller Intersport bangt um seinen Umsatz: «Die 10-Milliarden-Schallgrenze können wir nur halten, wenn spätestens Anfang Dezember der Winter in ganz Europa Einzug hält. Sonst wir es sehr sehr hart», sagt CEO Franz Julen im Interview mit der Zeitung «Sonntag».

Ende Oktober lagen die Umsätze flächenbereinigt 4 Prozent zurück. Doch die Unterschiede von Land zu Land sind gross und varieren von plus 18 bis zu minus 10 Prozent. «Auch wenn es kaum zu glauben ist, aber in Griechenland liegen wir 6 Prozent im Plus», sagt der Chef des weltgrössten Sportartikelhändlers.

Dies bestätige seine Einschätzung, dass Sportartikelhersteller mehr vom Wetter als von der Konjunktur abhängen. Bei Sport- und Freizeitausgaben spare der Konsument zuletzt. Innerhalb der gesamten Intersport-Gruppe leide die Schweiz zusammen mit Holland am meisten. Der Einkaufstourismus, bedingt durch den starken Franken, setze auch dem Sporthandel zu.

Zwar seien Sportartikel mit Ausnahme von Skis und Skischuhen durch Währungsvorteile rund 3 Prozent günstiger geworden, während sie in Europa durch die höheren Produktionskosten im Fernen Osten gestiegen sind. Doch die Preisunterschiede gegenüber dem Ausland seien immer noch zu gross. «Auf den Sommer hin muss und wird es weitere Anpassungen geben», so Julen.

Baldige Preissenkungen in der Schweiz werden aber vom Wetter abhängen. Die Lager der Händler sind voll. Schneit es nicht bald, werden Waren vergünstigt. «Je später es schneit, desto früher sinken die Preise.»