FLUGHAFENINITIATIVE. Die Plafonierungsinitiative, über die die Zürcher am 25. November 2007 abstimmen werden, bedroht die Hubfunktion des Flughafens Zürich. Laut Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber würde Zürich zum Teilzeitflughafen degradiert. Er erklärt der «Handelszeitung»: «Wenn die Swiss in ihrem Steigflug begrenzt würde, hätte dies auch Auswirkungen auf künftige Investitionen seitens der Lufthansa.»

Allein die Begrenzung durch die in der Initiative geforderte Nachtflugsperre von neun Stunden wäre drastisch. Swiss müsste wöchentlich 160 Flüge streichen. Swiss-Sprecher Jürg Dinner rechnet mit Ertragseinbussen von mehreren 100 Mio Fr. Dass es sich nicht mehr lohnen könnte, Zürich anzufliegen, befürchtet auch der CEO von EasyJet Schweiz, Jean-Marc Thévenaz. «Wenn die neuen Restriktionen uns daran hindern würden, die Flugzeuge optimal einzusetzen, haben wir kein Interesse, Zürich als Basis zu stärken», sagt er. Weil die Initiative grosse wirtschaftliche Einbussen zur Folge hätte und mit der Luftfahrtpolitik nicht vereinbar ist, spricht der Bund nicht mehr von einer Kantonsangelegenheit. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt sagt erstmals konkret: «Sollte der Flughafen ein neues Betriebsreglement einreichen, das die Ziele der Initiative buchstabengetreu übernimmt, so müsste der Bund das Gesuch wohl ablehnen.» Die Zürcher Handelskammer glaubt nicht, dass Bern den Volksentscheid ignorieren könne und empfiehlt den Gegenvorschlag des Kantonsrats als Kompromiss.