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Investoren interessieren sich wegen Eurokrise für Schweizer Hotels

Schweiz-Tourismus-Chef Jürg Schmid hat für Investoren-Interesse wenig übrig. (Bild: Keystone)

Die Eurokrise verleitet Investoren dazu, in Schweizer Hotels investieren zu wollen. Er habe noch nie so viele Anfragen bekommen wie in den letzten Monaten, sagt Schweiz Tourismus-Direktor Jürg Schmid.

Veröffentlicht am 27.05.2012

Investoren suchen sich Schweizer Hotels aus. Schweiz Tourismus-Chef Jürg Schmid hat daran wenig Freude: «Wir sind aus den falschen Gründen interessant», so Jürg Schmid im Interview mit der «SonntagsZeitung». Die potenziellen Investoren aus China, Indien, Russland oder auch ehemaligen Ostblockländern suchen in Grossprojekten Sicherheit und Rentabilität. «Eigentlich sollten wir interessant sein, weil die Branche profitabel und gut positioniert ist», so Schmid weiter.

Er geht davon aus, dass sich die Situation im Tourismus ab Sommer 2013 verbessern wird. Doch abhängig ist dies vor allem von der Entwicklung der Schuldenkrise. Der starke Franken habe bereits tausende Arbeitsplätze im Gastgewerbe weggerafft, so der Direktor von Schweiz Tourismus.

Grosses Wachstum erwartet Schmid aber bei den Gästen aus Schwellenländern. Die Wachstumsraten werden dieses Jahr zwischen 20 und 40 Prozent liegen. Weil die Kapazitäten bei den Touristenattraktionen wie Jungfraujoch und Titlis beschränkt sind, werden neue Angebote und Touren aufgebaut.

«Eine grosse Chance sehen wir in Panoramafahrten, etwa Zürich-Engadin, im Bernina-Express Richtung Poschiavo. Eine Mischung aus Spektakel, Schönheit, Shopping.» Ebenfalls Potenzial sieht Schmid auf der Strecke Zürich-Appenzell. «Das Appenzell und der Säntis erfüllen alle Schweizer Klischees.»

(chb/sda)

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