In der Chefetagen der Telko-Unternehmen muss Whatsapp ein Begriff aus der Umsatzvernichterhölle sein. Seit die App 2009 am Markt ist, sind laut Bloomberg.com alleine 2013 32,5 Milliarden Dollar an SMS-Gebühren verloren gegangen. Bis 2016 sollen es 54 Milliarden sein.

Whatsapp hat für viele die Handyrechnung gesenkt. Dies jedoch zu einem hohen Preis. Das Telefonbuch wurde auf Whatsapp-Server kopiert und die Verschlüsselung war zeitweise lausig. Nach der Liebeshochzeit mit Facebook, haben viele Benutzer jetzt Angst vor dem langen Arm der beiden Unternehmen auf private Daten.

Swisscom spürt Unbehagen

Seit vergangenem Jahr ist die Swisscom mit ihrem Kommunikationssystem iO auf dem Markt. Ende 2013 haben in der Schweiz 450'000 Smartphone-Benutzer die App installiert, heisst es bei Swisscom. Rund ein Drittel sind Kunden von hiesigen Swisscom-Konkurrenten und rund 10 Prozent leben im Ausland.

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Laut Swisscom-Sprecher Olaf Schulze haben sich die Downloads von iO seit der Übernahme von WhatsApp «verdreifacht» (im Vergleich mit einem Durchschnittstag). «iO ist eine Schweizer App für Schweizer Kunden», sagt Schulze zu handelszeitung.ch. Dies nimmt die Plattform als ernstzunehmende weltweite Whatsapp-Konkurrenz aus dem Rennen.

Bei der Swisscom sieht man trotzdem eine Art Gunst der Stunde: «Das Adressbuch gehört dem Kunden und hat bei Swisscom nichts verloren», sagt Schulze. Dies könnte für viele ein Argument zum Wechsel sein. Wer jedoch international vernetzt sein will, wird sich mit Whatsapp weiter arrangieren müssen – oder auf andere helvetische Whatsapp-Konkurrenten wie Threema oder MyEnigma umsteigen.

Für Threema konnten sich bereits einige Smartphone-Besitzer erwärmen:  Nach der Kauf-Nachricht haben innert 24 Stunden 200'000 Nutzer die App installiert, berichtet «sueddeutsche.de» Der Nachrichtendienst, der seine Mitteilungen verschlüsselt verschickt, hat damit seine Kundenzahl damit verdoppelt.