KARL STEINER. In der laufenden Woche will die Karl Steiner Holding über ihre IPO-Pläne beraten. «Das Steering-Committee wird sich diese Woche zusammensetzen und in der Angelegenheit entscheiden», gibt Claude Sulser, Sprecher der Karl Steiner Holding, Auskunft.

Damit wird den Gerüchten ein Ende gesetzt, die um den Börsengang des Zürcher Traditionsunternehmens kreisen. Die Spekulationen reichen von einem planmässigen IPO im Laufe der nächsten Wochen über eine Verschiebung des Börsengangs ins nächste Jahr bis hin zu einer vollständigen Aufgabe der Börsenabsichten. «Wir sind bereit für einen allfälligen Börsengang in diesem Jahr, sofern das Umfeld an den Aktienmärkten stimmt», sagt Sulser. Kein Kommentar, heisst es bei Karl Steiner dagegen zu einer Publikumsöffnung erst im 1. Quartal 2008. Von einem allfälligen Börsengang in den nächsten Wochen ist am Markt wenig zu spüren. Zumindest haben die von der «Handelszeitung» befragten Marktexperten und Small- und Mid-Cap-Investoren davon noch nichts mitbekommen. Ein Pre-Marketing, wie es bei vergleichbaren Börsentransaktionen im Vorfeld normalerweise durchgeführt wird, um erste Indikationen für die Preisgestaltung zu erhalten, hätte bisher nicht stattgefunden.Genauso ratlos zeigt sich die Analystengemeinde. «Von der Karl Steiner Holding hört man nichts mehr», so ein Analyst, der namentlich nicht erwähnt werden möchte. Er ergänzt: «Ich wäre nicht überrascht, wenn der Börsengang nicht stattfinden würde.»

Web-Präsenz modernisiert

Zumindest was den Auftritt im Internet betrifft, wäre die Gesellschaft für einen Börsengang bereit. Das Generalunternehmen hat seine Online-Präsenz überarbeitet und den Anforderungen der Investorengemeinde angepasst. Dass dabei die Medienmitteilung zum geplanten Börsengang verschwunden ist, könnte als Hinweis für einen negativen IPO-Entscheid verstanden werden.

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