Die von den Zementkonzernen Holcim und Lafarge zum Verkauf gestellten Firmenteile gehen für 6,5 Milliarden Euro an den irischen Konkurrenten CRH. Der Zukauf solle zum Teil in Bar gezahlt werden, teilte CRH mit.

Zudem plane der Konzern für die Finanzierung die Aufnahme von neuen Schulden sowie eine Platzierung von Aktien in Höhe von knapp 10 Prozent. Insidern zufolge hat CRH eine Gruppe um den Finanzinvestor Blackstone ausgestochen. Eine mit dem Bieterverfahren vertraute Person hatte der Nachrichtenagentur Reuters bereits vor kurzem gesagt, dass die Iren die Favoriten für den Zuschlag sind.

Aktivitäten in Europa, Kanada und Brasilien verkauft

Auch Holcim und Lafarge bestätigten am Morgen den Verkauf. Die Aktiven umfassen den Angaben zufoge im Wesentlichen Aktivitäten in Europa, Kanada, Brasilien und den Philippinen.

Die im Rahmen der Ankündigung zu veräussernden Aktiven hätten 2014 insgesamt einen geschätzten Nettoverkaufsertrag von 5,2 Milliarden Euro und einen geschätzten betrieblichen Ebitda von 744 Millionen Euro erzielt, heisst es.

38 Milliarden Euro schwer

Die EU hat den im April vergangenen Jahres angekündigten Zusammenschluss von Holcim aus der Schweiz und Lafarge aus Frankreich zum weltgrössten Zementkonzern unter Auflagen genehmigt.

Um Wettbewerbsbedenken für die rund 38 Milliarden Euro schwere Fusion auszuräumen, erklärten sich beide Konzerne bereit, überlappende Geschäftsbereiche in Deutschland, Frankreich und weiteren Ländern zu veräussern.

(sda/awp/tno/me)

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