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Datenschutz
Irland startet Untersuchung gegen Facebook

Social network company Facebook's logo is seen in Ankara, Turkey on July 25, 2018. (Photo by Aytac Unal/Anadolu Agency/Getty Images)
Nach dem jüngsten Datendiebstahl bei Facebook haben Hacker Untersuchungen des Konzerns zufolge die Login-Daten der Kunden nicht für den Zugang zu anderen Webseiten benutzt.Quelle: 2018 Anadolu Agency

Greift nun die neue Datenschutz-Verordnung der EU? Dem sozialen Netzwerk Facebook droht eine Millionenstrafe.

Veröffentlicht am 04.10.2018

Die irische Datenschutzbehörde DPC nimmt nach dem massivem Hackerangriff auf Facebook Ermittlungen gegen das soziale Netzwerk auf. Die Behörde teilte am Mittwoch mit, dass sich die Nachforschungen insbesondere darauf konzentrierten, ob sich Facebook an die vor kurzem verschärften Datenvorschriften gehalten habe.

Nach dem jüngsten Hackerangriff auf Facebook, von dem mindestens 50 Millionen Nutzer betroffen waren, droht dem Netzwerk nun im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung eine Strafe von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes oder 20 Millionen Euro. Facebook hat seine Europa-Zentrale in Irland.

Nach dem jüngsten Datendiebstahl bei Facebook haben Hacker Untersuchungen des Konzerns zufolge die Login-Daten der Kunden nicht für den Zugang zu anderen Webseiten benutzt. «Wir haben keine Hinweise darauf gefunden, dass sich die Hacker mit Hilfe des Facebook-Logins Zugang zu anderen Apps verschafft haben», erklärte der für die Sicherheit bei Facebook zuständige Manager Guy Rosen am Dienstag.

Facebook als Login für andere Apps

Immer mehr Nutzer greifen auf die Möglichkeit zurück, sich mit ihrer Facebook-Identität bei Apps oder Online-Verkaufsplattformen zu registrieren und sich so langwierige Einlogg-Prozeduren mit separatem Passwort zu ersparen. Bei dem von Facebook vergangene Woche bekanntgegebenen Angriff war befürchtet worden, die Hacker hätten über diese sogenannten Single-Sign-Ons (SSO) auch Zugriff auf weitere Apps und Webseiten gehabt.

Der Angriff kommt zu einer ungünstigen Zeit für das Online-Netzwerk. Der grössere Datenskandal, bei dem die britische Firma Cambridge Analytica die Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern mutmasslich missbraucht hat, ist noch Gegenstand von Ermittlungen. 

(reuters/bsh/tdr)

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